Bluthochdruck? Wenn das Herz kocht – Psychische Ursache

Menschen mit Bluthochdruck ähneln einem Dampf- oder Schnellkochtopf, bei dem der innerliche Druck über Jahre schleichend ansteigt. Warum hier die Psyche eine sehr große Rolle bei der Entwicklung von Bluthochdruck spielt, wird schnell klar, wenn die Physiologie hinter Bluthochdruck verstanden wird. Der menschliche Körper ist ein komplexes System, bei dem Körper, Geist und Seele in ständiger Wechselwirkung zueinander stehen. So erstaunt es nicht, dass wir durch eine Veränderung der Einstellungen, Gedanken und Emotionen einen Einfluss auf Herz und Arterien erreichen können.
Im Umkehrschluss ist aber auch durch eine Veränderung der Physiologie am Herzen oder an den Arterien eine Veränderung in der Psyche festzustellen. Das wird von den meisten Patienten als sehr unangenehm empfunden, weswegen Bluthochdruckmedikamente gerne selbständig abgesetzt werden.

Also, welche psychische Ursache hat Bluthochdruck? Patienten mit Bluthochdruck erleben eine intensive Spannung in Bezug auf ihr affektives System. Diese Dysregulation von Emotionen und Gefühlen führt zu einem erhöhten arteriellen Widerstand und erhöht langfristig den Blutdruck.

In diesem Artikel erfährst du alles zum Thema Bluthochdruck und was du über die psychischen Ursachen wissen solltest. Am Ende findest du eine spezifische Eigenübung gegen Bluthochdruck, die den Fluss in deinem arteriellen System wiederherstellt.

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Selbstheilung durch Gedanken

Folge 25: Bluthochdruck? Wenn das Herz kocht – Psychische Ursache

In dieser Folge nehme ich euch mit in das Unterbewusstsein von Menschen, die von Bluthochdruck betroffen sind. Ich erkläre euch den Zusammenhang zwischen physiologischen und psychischen Mustern. Wie tickt ein Mensch mit Bluthochdruck? Wie sieht es im Inneren aus? Welche Programme wurden evtl. schon in der Kindheit angelegt? Welche Emotionen haben sich in den Arterien manifestiert? Am Ende gebe ich dir einige wichtige Einblicke in die ganzheitliche Therapie und warum Psyche, Ernährung und Bewegung unbedingt zusammen behandelt werden sollten.

Bluthochdruck – Eine ganz natürliche Regulation im menschlichen Körper

Blutdruckerhöhungen finden sich bei jedem Menschen in vielen seelischen und körperlichen Belastungssituationen im Alltag. Hypertone Blutdruckwerte können daher sowohl beim Sport als auch bei stressigen Alltagssituationen oder bei emotionalen Ausbrüchen wie Wut, Angst, Einsamkeit oder das Gefühl von Leere gemessen werden. Besonders eindrücklich wird die Veränderung des Blutdrucks am Bild der Weißkittelhypertonie, bei dem PatientInnen mit einem extremen Blutdruckanstieg reagieren, wenn sie einem Arzt in weißer Kleidung begegnen. 

Das heißt, eine Veränderung des Blutdrucks ist natürlich. Allerdings nur, wenn der erhöhte Druck nach Beendigung der “Gefahrensituation”, wieder absinkt.

Wann spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie)?

Unser Körper wird durch ein Gefäßsystem, welches aus Arterien und Venen besteht, mit Blut versorgt. Dabei pumpt das Herz das Blut in das arterielle System ein und saugt es auf der anderen Seite wieder an. So entsteht ein ganz bestimmter Druck im Gefäßsystem, der sogenannte Blutdruck. Wenn das Herz sich also anspannt, dann steigt der Herzinnendruck und somit auch der Druck im arteriellen System. 

Dieser Druckanstieg wird als systolischer Blutdruck bezeichnet und ist der höhere Wert, der bei der Blutdruckmessung aufgezeichnet wird. 

In der Ruhephase, wenn der Herzmuskel erschlafft, reduziert sich der Druck in den Arterien und der diastolische Blutdruck kann gemessen werden. 

Eine Hypertonie liegt dann vor, wenn der Druck in den Arterien eine bestimmte Grenze überschreitet. Langfristige Veränderungen des Blutdrucks führen zu gefährlichen Folgeerkrankungen, weshalb die Symptomatik unbedingt sehr ernst genommen werden sollte!

Hier findest du eine kleine Aufteilung der verschiedenen Klassen bei Bluthochdruck:

  • Optimal: 120  –  80
  • Normal: <130  –  <85
  • Hoch-normal: 130-139   –  86-89
  • Leichter Bluthochdruck (Schweregrad 1): 140-159  –  90-99
  • Mittelschwerer Bluthochdruck (Schweregrad 2): 160-179  –  100-109
  • Schwerer Bluthochdruck (Schweregrad 3): >180  –  >110

Wie fühlen sich Menschen mit Bluthochdruck?

Menschen mit Bluthochdruck vereint ein bestimmtes inneres Muster. Denn die oben beschriebene “Gefahrensituation” scheint nie aufzuhören. Selbst, wenn die externen Faktoren wie ein gemeiner Chef, nerviger Kollege, anstrengende Schwiegermutter oder andere Situationen und Menschen, die starke emotionale Reaktionen hervorrufen, nicht mehr vorhanden sind, bleibt doch die innerliche Spannung bestehen.
Aus diesem Grund lässt sich hier ein individuelles psychisches Muster entdecken, das Bluthochdruck Patienten vereint

Es treffen häufig nicht alle Parameter zu, in der Regel aber 70 bis 80 %.

  • Innerlicher Dauerdruck und Dauererregung
  • Unter Hochdruck stehen
  • Gefühl, unter Druck gesetzt zu werden (Unterdrückt?)
  • Innerlich kochen
  • Starke Konfliktnähe, kurz vor Explosion → Keine Lösung in Sicht
  • Chronische innere Not
  • Starke Sorgen
  • Gefühl, anderen zu widersprechen
  • Innerliche gehemmte Aggression (Nach außen aber Lieb und Nett)
  • Unbewusste oder bewusste Angst vor dem Tod
  • Innere Spannung
  • Suche nach Harmonie 
  • Gefühl für andere Menschen verantwortlich zu sein

Welches Muster versteckt sich hinter Bluthochdruck?

Das Muster, was sich bei Menschen mit Bluthochdruck zu erkennen ist, ist sehr Leistungs- und damit auch Spannungsorientiert. Sie haben das Gefühl, durch Leistung etwas beweisen zu wollen, z. B., was für ein gute Menschen sie sind. Das heißt, Betroffene flüchten sich in eine äußere Betriebsamkeit und neigen zur Hyperaktivität. Allerdings selten auf sportlicher Ebene. Meistens in Dingen, die sie für andere Menschen oder für ihr Ansehen gegenüber dem Umfeld besser da stehen lässt.

Zusätzlich findet sich hier ganz häufig das Bild des Kommunikationsproblems. Das heißt, lieber austeilen statt mitteilen. Antworten sind häufig eher “Anti-worte” als eine richtige Antwort. Das Grundmuster, was sich hier also erkennen lässt, wurde meistens in der Kindheit angelegt und heißt – Leistung = Liebe.

Leidest du aktuell unter Bluthochdruck? Ich helfe dir gerne

Ich begleite seit über 14 Jahren PatientInnen auf ihrem Weg zur Gesundheit. Ich freue mich auf Dich!

Welche Gefühle stecken in den Arterien fest?

Das Herz arbeitet bei Hypertonie gegen einen verstärkten arteriellen Widerstand. Damit dieses Phänomen entstehen kann, muss die glatte Muskulatur in den Arterien leicht kontrahiert werden.
Besonders Gefühle wie Zorn, Wut, Hass, das
Verschließen vor Liebe und Hilfe von außen, aber auch Angst kann das “Eng machen” der Gefäße begünstigen oder sogar hervorrufen. Werden die Gefühle und Emotionen nicht mehr oder nur unzureichend abgebaut, bleibt der Widerstand bestehen.

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Welche psychische Ursache steckt hinter Bluthochdruck?

Die psychische Ursache, die zu einer Druckerhöhung im arteriellen Gefäßsystem geführt hat, ist häufig in einem alten Vaterthema zu finden. Das heißt, Betroffene schauen immer noch wie ein Kind zu fremden Autoritäten auf. Allerdings meistens nicht offen und ehrlich, sondern mit einer unterdrückten Feindseligkeit

Zusätzlich kann die Erkrankung auch mit der bewussten oder unbewussten Angst vor dem Tod zusammenhängen, die nie richtig angeschaut wurde. Gleichzeitig besteht bei Betroffenen ganz häufig der Wunsch, so viel wie möglich aus ihrem Leben zu machen, um alle Ziele zu erreichen, die sie sich persönlich gesteckt haben. 

Dabei setzen sie sich stark unter Druck, haben allerdings häufig das Gefühl, dass der Druck von anderen kommt. Das Verneinen und Ablehnen von bestimmten Persönlichkeitsaspekten, die verzweifelt versuchen, ans Licht zu kommen, werden weiter unterdrückt und der Druck im Gefäßsystem steigt weiter an. 

Gerade das Gefühl von Angst und Bedrohung, wenn sie ihre ehrlichen Emotionen ausdrücken würden, spielt hier bei vielen Menschen eine ganz große Rolle. Zusätzlich besteht innerlich ein tiefer Wunsch nach Harmonie zum Umfeld in Kombination mit einer großen selbst auferlegten Verantwortlichkeit, was die “Maske” oder die “Rolle”, die gespielt wird, nur noch mehr festigt.

Meine persönliche therapeutische Empfehlung bei Bluthochdruck!

Seelische/Geistige Grundursache

Um den Bluthochdruck langfristig zu lösen, arbeite ich hier immer auf allen drei Ebenen. Auf Ebene des Körpers, der Seele/Geist und der Ernährung. 

Eine besondere Bedeutung hat hier zu Beginn die Ebene der Seele und des Geistes. Denn solange die psychischen Muster bestehen, können die Gefühle und Emotionen nicht losgelassen werden. Deswegen empfehle ich hier immer zu Beginn eine Reise in das Unterbewusstsein. Dadurch können vergessene oder verblasste Erinnerungen, die PatientInnen immer noch an den alten Mustern festhalten lassen, aufgedeckt werden. 

Anschließend können Gefühle und Emotionen transformiert und verändert, sowie das Unterbewusstsein neu programmiert werden. 

Solange wir uns in der Gegenwart maßgeblich von der Vergangenheit bestimmen lassen, verändert sich auch nicht unsere Zukunft. Aus diesem Grund ist die innere Einstellung und der Umgang mit Gefühlen und Emotionen bei Bluthochdruck sehr entscheidend.

Bewegung

Da die seelische und geistige Integration meistens einige Wochen benötigt, sollte sich unbedingt die Wechselwirkung, die vom Körper auf das Unterbewusstsein wirkt, zur Hilfe genommen werden. 

Gerade langsame, leichte, ausdauernde Belastung in der Natur kann hier Wunder bewirken. 

Die Kombination aus Natur, keine Menschen, keine Geräusche außer, das Zwitschern der Vögel und die eigenen Schritte, ermöglichen dem Körper, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene wieder in Harmonie zu finden. 

Meine Empfehlung: Gehe jeden Morgen für eine Stunde, langsam, locker und leicht in den nächsten Wald. Wenn es am Morgen für dich nicht möglich ist, dann kannst du auch einen Abendspaziergang einplanen. Allerdings ist die Wirkung am Morgen deutlich effektiver und bietet mehr Möglichkeiten, den Tag emotional frei zu gestalten. Lege den Fokus hier nicht auf Leistung, sondern auf Ruhe, Weite, Entspannung und lass deine Seele einfach mal wieder “baumeln”.

Ernährung

Die Mittelmeerküche ist die perfekte Wahl für Menschen mit zu hohem arteriellen Druck. Damit meine ich nicht Pizza, Pasta und Weichkäse, sondern viel Gemüse, Obst, kaltgepresste Öle und gelegentlich Fisch. Gerade als natürlicher Blutdrucksenker gelten hochwertiges Olivenöl, Feldsalat, Knoblauch, Grünkohl, Meerrettich, Spinat, Rote Bete, Spargel, Erbsen, Rharbarba, Pistazien, Wahlnüsse, Kokosmilch und Tomatenmark.

Verarbeitete Lebensmittel und Fertiggerichte, sowie weißes Mehl sollte gemieden werden. 

Außerdem empfehle ich lieber Kräuter, als Salz zum Würzen der Speisen zu verwenden, da fast die Hälfte der Bluthochdruck-Betroffenen salzsensitiv sind. Gerade in Brot, Brötchen, Backwaren, Fleischgerichte, Wurst und Käse ist eine extrem große Menge an Salz zu finden. Aus diesem Grund kommen in Deutschland die meisten Menschen auf die fast doppelte Salzmenge pro Tag, wie empfohlen.

Eigenübung bei Bluthochdruck: Die innere Weite

  1. Finde eine bequeme Sitzposition und schließe die Augen
  2. Gehe in einen sanften Atemrhythmus und komme zu Ruhe
  3. Wenn du dich entspannter fühlst, dann lege eine Hand auf dein Herz und bleibe in deinem ganz entspannten Atemrhythmus.
  4. Jetzt bringst du auch deine Aufmerksamkeit zu deinem Herz und stellst dir den Raum in deiner Brust vor
  5. Mit deiner Aufmerksamkeit gehst du weiter, vom Herzen, in dein Gefäßsystem und stellst dir vor, wie es sich weitet. Stell dir vor, wie es sich anfühlt, wenn deine Arterien weit und entspannt sind. 
  6. Verknüpfe jetzt eine höhere Emotion und spüre gleichzeitig Dankbarkeit, Freude, Fülle, Inspiration oder was in dem Moment in dein Bewusstsein kommt. Sei dankbar, dass sich dein Blutdruck reguliert und freue dich wirklich darüber. Denn Freude macht deine Gefäße weit und lässt es warm um dein Herz werden.
  7. Bleibe noch einige Minuten in diesem Gefühl, spüre wie sich dein Körper verändert
  8. Ziehe deine Aufmerksamkeit wieder zurück zum Herzen und vom Herzen wieder zurück in das Hier und Jetzt.
  9. Öffne deine Augen und sei wieder ganz da!