Fußschmerzen - Psychische Ursache & ganzheitliche Therapie

Unsere Füße bilden das Fundament für unseren Körper und entscheiden darüber, wie stabil wir im Leben stehen oder eben auch nicht. Dieses Bild kann nicht nur auf körperlicher Ebene betrachtet werden, sondern auch auf die Psyche übertragen werden, denn jedes Körperteil kann einem ganz bestimmten psychischen Bereich in unserem Unterbewusstsein zugeordnet werden. Dadurch machen wir uns die Wechselwirkung von der Seele auf den Körper zunutze und aktivieren die Selbstheilungskräfte im menschlichen Körper.

Also, welche psychische Ursache haben Fußschmerzen? Fußschmerzen oder Beschwerden in den Füßen symbolisieren die Beziehung zum Mutter-Thema und zeigen, wie gut unsere Standhaftigkeit, Standfestigkeit und Beständigkeit in unserem Leben umgesetzt wird. Emotionen wie Angst, Unsicherheit und Sturheit spielen bei Fußschmerzen eine wichtige Rolle.

In diesem Artikel erfährst du alles zum Thema Fußschmerzen und welchem psychischen Bereich Beschwerden in den Füßen zugeordnet werden können. Am Ende bekommst du meine therapeutische Empfehlung und wie du mit diesem Thema umgehen darfst.

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Aaron Jurenka - Ganzheitlicher Therapeut

Psychosomatik, Physiotherapie, Osteopathie, Ernährungsberatung, med. Trainingstherapie, Dozent für Physiotherapie

„Ich begleite seit über 14 Jahren PatientInnen und KlientInnen – Online und 1:1 in meiner Praxis“

Warum sollten Fußschmerzen immer sehr ernst genommen werden?

Wenn wir uns die Füße genauer physiologisch betrachten, dann stellen wir schnell fest, dass dieses komplexe Gebilde am unteren Ende unseres Körpers eine absolute Meisterleistung ist. Sie müssen nicht nur jeden Tag unser komplettes Körpergewicht tragen, sondern gleichzeitig auch noch eine perfekte Balance zwischen Stabilität und Dynamik gewährleisten. Wenn Körper und Psyche also in Harmonie zueinander sind, bleibt diese Balance in der Regel im Gleichgewicht. 

Wenn dieses Gleichgewicht gestört wurde, sollte unbedingt genauer auf psychischer und körperlicher Ebene untersucht werden, denn wenn das Fundament sich verändert, verändert sich der gesamte Körper. 

Konkret bedeutet das, wenn sich das Fußgewölbe im linken Fuß verändert, verändert sich auch die Statik im Becken, in der Wirbelsäule, bis hoch zu unseren Kopfgelenken. Aus diesem Grund empfehle ich dir, warte nicht zu lange, sondern fang direkt heute an dein Krankheitsbild auf psychischer Ebene zu integrieren.

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Selbstheilung durch Gedanken

Psychosomatik einfach erklärt – Folge 28: Das psychische Muster hinter Fußschmerzen und Fußbeschwerden!

In dieser Folge nehme ich dich mit, auf eine Reise zu deinen Füßen. Denn Menschen mit Fußbeschwerden oder Fußschmerzen verbindet ein sehr klares psychisches Muster, welches sich im Denken und Fühlen der Betroffenen widerspiegelt. Jedes körperliche Symptom wird einem ganz bestimmten Bereich zugeordnet und kann mithilfe der Wechselwirkung zwischen Körper, Seele und Geist behandelt werden. Das heißt körperliche Anwendungen beeinflussen die Psyche, aber noch viel wichtiger ist, dass unser Denken den Körper beeinflusst. Verändere jetzt also dein Denken und Fühlen und beeinflusse deine Fußschmerzen.

Welche psychische Bedeutung haben unsere Füße?

Unsere Füße tragen uns durch das Leben. Das heißt, mit den Füßen bewegen wir uns bildlich gesprochen auf unserem Lebensweg fort. Dieses Bild wird im Bereich der Fußreflexzonen-Therapie besonders eindrücklich dargestellt, da der gesamte Körper auf den Fußsohlen zu finden ist. Das ermöglicht uns, genau zu analysieren, welche Organe oder Körperteile zusätzlich zum Fuß untersucht werden sollten. 

Beschwerden oder Schmerzen in den Füßen zeigen sehr deutlich einen Konflikt in Bezug auf die Richtung und Bewegung, die im Leben eingeschlagen wurde. Gleichzeitig spüren Betroffene, gerade bei Füßen, deren Beschwerden auf einer Instabilität beruhen, auch das große Bedürfnis nach mehr Stabilität und Sicherheit im Leben. Denn die Füße symbolisieren auf psychischer Ebene die eigene Standfestigkeit und Verwurzelung im Leben jedes einzelnen.

Bei Beschwerden in den Füßen solltest du dir drei Fragen stellen:

  1. Wie stabil stehst du aktuell im Leben? 
  2. Gehst du gerade in die “richtige” Richtung auf deinem Lebensweg?
  3. Wie ist deine Beziehung zur Mutter oder zum weiblichen Pol?

Da die Füße ursprünglich nicht in Schuhen stecken, sondern auf der Erde stehen, stehen sie immer in Kontakt zur Erde. Die Erde symbolisiert den weiblichen Anteil, wie in dem Wort Muttererde besonders deutlich wird. Interessanterweise finden wir hier ganz häufig eine Disharmonie des weiblichen Pols, der entweder abgelehnt oder zu stark gelebt wird.

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Wie fühlen sich Menschen mit Fußschmerzen?

Menschen mit Fußschmerzen verbindet ein ganz bestimmtes Lebensgefühl und eine ganz bestimmte Art zu denken. Häufig fühlen Betroffene eine große Angst vor der Zukunft mit ihren vielen Unsicherheiten. Außerdem fällt es schwer, nicht mehr an der Vergangenheit festzuhalten. 

In Bezug auf die Mutter darf hinterfragt werden, welche konfliktreiche Situation gegenüber der Mutter sich durch das ganze Leben hindurchzieht. Ist es mehr die Suche nach Distanz oder nach mehr Nähe? 

Wenn du aktuell unter Schmerzen in den Füßen leidest, wirst du aktiv ausgebremst. Das Lebensgefühl, was sich dahinter versteckt, ist ganz häufig Langeweile oder Entmutigung in Bezug auf deine Verantwortung und all dem, was du zu tun hast. 

Gleichzeitig spielt auch das Gefühl der Angst, “den Boden unter den Füßen zu verlieren” eine große Rolle. Die fehlende Stabilität und Standhaftigkeit in der Persönlichkeit äußert sich auf allen Ebenen, weshalb das Fußgewölbe schnell einbricht oder verletzungsanfälliger ist.

Die psychische Bedeutung von Fußschmerzen

Wie bei körperlichen Symptomen, gilt es auch bei der psychischen Betrachtung von Fußschmerzen zwischen den verschiedenen Krankheitsbildern zu differenzieren. Ein instabiles Fußgelenk spiegelt einen ganz anderen psychischen Bereich wider als ein steifes Fußgelenk. Aus diesem Grund lohnt es sich auch hier nochmal spezifisch hinzuschauen. Jedes Krankheitsbild spiegelt einen ganz individuellen Lebensbereich der Betroffenen wider. Trotzdem möchte ich dir hier einen allgemeinen Überblick über die psychische Bedeutung von Fußschmerzen geben.

Menschen mit Fußschmerzen tragen ganz häufig eine große Last an Verantwortung und es fällt ihnen schwer, dem normalen Fluss der Dinge zu folgen. Deshalb finden wir auch hier über die psychische Ebene einen Zusammenhang zu Schulter-Nacken-Beschwerden. Betroffene wollen die Dinge sehr schnell erledigen und stützen sich dabei auch gern auf andere Menschen in ihrem Umfeld als auf die eigenen Reserven. 

Wenn die Füße schmerzen, wirst du automatisch ausgebremst im Leben. Die Frage ist also, warum, wer oder was bremst du/dich gerade aus? Warum musst du gerade langsamer gehen? Befindet sich in dir Langeweile oder Entmutigung? Oder übersiehst du gerade etwas auf deinem Lebensweg? Wäre es vielleicht gerade jetzt wichtig langsamer zu gehen, bewusster zu gehen, um eine wichtige Abzweigung auf deinem Lebensweg nicht zu verpassen? Alle Möglichkeiten und Chancen liegen jetzt bereits vor dir, nur weil du schneller gehst, wirst du dein Ziel deswegen nicht schneller erreichen!

Die Themen, die bei Fußschmerzen unbedingt betrachtet werden sollten sind:

  • Eigenen Standfestigkeit/Standhaftigkeit/Standpunkte
  • Bodenständigkeit (Bin ich abgehoben? Bin ich stark verwurzelt?)
  • Fortschritt, Rückschritt oder Stagnation im Leben
  • Angst vor Instabilität, Einsamkeit oder Standhaftigkeit
  • Demut
  • Verständnis
  • Lebensweg

Welche Emotionen sind mit Fußschmerzen und Fußbeschwerden verbunden?

Bei Fußbeschwerden oder Fußschmerzen spielt immer die Emotion Angst eine ganz entscheidende Rolle im Leben. Da hier der Fuß betroffen ist, sollten die oben genannten Themen in Bezug auf Angst unbedingt hinterfragt werden. Denn es ist kein Zufall, dass gerade dein Fuß von Schmerzen betroffen ist. 

Vermutlich wirst du, wenn du etwas tiefer in dich hinein fühlst, die Angst als ein sehr großes Thema in deinem Leben erkennen oder schon längst kennen. Das heißt, der Körper spiegelt hier nur den Teil der Psyche wider, der mit den Emotionen Angst, Unsicherheit, Sturheit, Steifheit und das große Gefühl von Un-/verbundenheit zu tun hat. 

Vielleicht hast du Angst, deinen Standpunkt nicht länger verteidigen zu können, oder hast Angst, die Stellung nicht länger halten zu können. Aber auch viel “banalere Dinge” wie Angst vor Einsamkeit, Zukunftsängste oder die Angst davor, wirklich auf eigenen Füßen zu stehen. Die Angst alleine den Lebensweg beschreiten zu müssen, oder die Angst davor, was passiert, wenn du die Entscheidung treffen würdest, die eigentlich schon lange ansteht!

Meine therapeutische Empfehlung bei Fußschmerzen

Wie oben bereits erwähnt, empfehle ich dir immer noch einmal genauer das Krankheitsbild, welches sich auf körperlicher Ebene zeigt, mit der Psyche zu verknüpfen. Denn ein Plattfuß spiegelt einen ganz anderen Bereich im Unterbewusstsein wider als eine Verletzung des Fußes. 

Genauso wie auf körperlicher Ebene ein Plattfuß eine ganz andere körperliche Symptomatik auslöst, wie wenn du mit dem Fuß umknickst. Daher empfehle ich immer, eine ganz persönliche und individuelle Reise in dein Unterbewusstsein, um zu schauen, welche persönliche Botschaft hinter deinem Symptom liegt. 

Gerade der Kontakt im Unterbewusstsein mit deinem Symptom kann hier eine große Klarheit mit sich bringen, in welche Richtung du dein Leben aktuell verändern darfst. 

Zusätzlich solltest du dir allerdings auch unbedingt die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche zunutze machen. Denn wenn wir anfangen, das Symptom auch auf körperlicher Ebene zu behandeln, dann erleben wir hier ganz häufig eine deutlich leichtere Integration der psychischen Themen. 

Daher ist das Verständnis deiner Symptomatik auch auf körperlicher Ebene unbedingt wichtig zu verstehen, um es seelisch zu integrieren und zu verändern. 

Ein Mensch mit Plattfuß beispielsweise wünscht sich mehr Kontakt zur Mutter, dagegen wünscht sich ein Mensch mit Hohlfuß mehr den Abstand und die FreiheitAuf körperlicher Ebene hilft es Plattfuß-Patienten, das Fußgelenk zu trainieren und barfuß über die Erde (Muttererde) zu laufen. Hohlfuß-Patienten benötigen dagegen mehr die Detonisation und Entspannung des Längsgewölbes, um das Gleichgewicht im Fuß wieder herzustellen.