Natürliches Antibiotikum

Natürliches Antibiotikum - In 15 Minuten selbst herstellen!

Meerrettich, Knoblauch, Pfeffer, Thymian und viele weitere Pflanzen können bei leichten Infekten wie etwa Erkältungen, Blasenentzündung oder Übelkeit so wirksam sein wie Antibiotika. Aus diesem Grund ist auch der Ausdruck, natürliches Antibiotikum, entstanden.
Aufgrund der ernsthaften Nachteile, die herkömmliche Antibiotika mit sich bringen können, greifen viele auf natürliche Heilmittel zurück. Dadurch lässt sich nicht nur das Immunsystem stärken, was uns unanfälliger für andere Erkrankungen macht, sondern gleichzeitig wird auch das Mikrobiom in unserem Darm gestärkt und aufgebaut. Denn gerade der Darm spielt bei der Stärkung unseres Immunsystems eine große Rolle. 

Also, was versteht man unter natürlichem Antibiotikum? Unter natürlichem Antibiotikum versteht man einen Auszug aus verschiedenen Pflanzen, der natürliche antibakteriellen und antiviralen Wirkstoffe enthält. Zu den klassischen antibakteriellen Pflanzen gehören Knoblauch, Thymian, Ingwer, Pfeffer und viele weitere.

In diesem Artikel erfährst du, wie du natürliches Antibiotikum innerhalb von 15 Minuten selbst herstellen kannst und welche Wirkungsweisen die einzelnen Pflanzen beinhalten. Zum Schluss bekommst du außerdem noch eine Anwendungsempfehlung.

Mehr zu diesem Thema findest du auch in der aktuellen Podcastfolge:

Lebensliebe - Der Podcast fürs Herz

Lebensliebe Folge 82: Natürliches Antibiotikum – Next Level Immunboost!

In dieser Folge sprechen wir über die drei Säulen, mit denen wir die Resilienz unseres Immunsystems auf ein ganz neues Level bringen können. Außerdem hat Aaron euch noch ein richtig gutes Rezept mitgebracht, wie ihr euer eigenes natürliches Antibiotikum herstellen könnt.

 

Warum du natürliches Antibiotikum präventiv verwenden solltest!

Das natürliche Antibiotikum ist nicht für lebensbedrohliche Akutfälle gedacht, dazu ist die Wirkstoffdichte zu gering. Allerdings gibt es viele kleinere Erkrankungen, bei denen das natürliche Antibiotikum dein Immunsystem perfekt unterstützen kann. 

Da die Rezeptur optimalerweise für mindestens zwei Wochen reifen sollte, ist es wichtig, dass du mit der Herstellung früh genug beginnst.
Einige Zutaten entfalten zwar schon ungereift ihre antibiotische Wirkung, doch die volle kombinatorische Wirkung in ihrer Ganzheit, wird erst nach 2 Wochen erreicht. Daher ist das Mittel eher für Zeiten gedacht, in denen Infekten und Erkältungskrankheiten umgehen.

Aufgrund der Eigenschaften der Zutaten bekämpft das natürliche Antibiotikum perfekt viele verschiedene Bakterienarten. Zusätzlich wirkt es auch gegen viele verschiedene Parasiten und Pilze und verbessert die Blutzirkulation, sowie den Lymphfluss. 

Wichtig: Das Geheimnis hinter der Rezeptur ist nicht die Wirkung der einzelnen Zutaten, sondern die Kombination aus vielen verschiedenen Wirkstoffen, die perfekt synergistisch als Verstärker zusammen arbeiten.

Welche Pflanzen und Wurzeln werden für das natürliche Antibiotikum benötigt?

Im Optimalfall empfehle ich dir, möglichst viele verschiedene Pflanzen zu verwenden, um das natürliche Antibiotikum herzustellen. Denn gerade die Kombination aus verschiedenen Pflanzen verstärkt die Wirksamkeit und erhöht den Effekt des natürlichen Antibiotikums enorm. Im folgenden Absatz stelle ich dir verschiedene Pflanzen, vor, die du für die Herstellung verwenden kannst.

  • Meerrettich:
    Der Meerrettich wird traditionell bei verschiedenen Erkältungskrankheiten wie Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis und auch bei Harnwegsinfekten zur Linderung eingesetzt. Besonders bekannt ist er für seine antibakterielle und entzündungshemmenden Eigenschaften. Zusätzlich werden verstopfte Neben- und Stirnhöhlen gereinigt und die Blutzirkulation erhöht.

  • Knoblauch:
    Der Knoblauch verfügt über ein besonders starkes Antibiotikum und besitzt auch weitere sehr positive Effekte. Er bekämpft schädliche Pilze und Bakterien, während er gleichzeitig die nützlichen Darmbakterien erhöht, was zur Sanierung der Darmflora beiträgt. Außerdem gehört der Knoblauch zu den Pflanzen, die auch gleichzeitig eine antivirale Wirkung besitzen, was z.B. gegen verschiedene Darmerkrankungen von Vorteil sein kann.

  • Zwiebel:
    Wenn du Knoblauch verwendest, dann solltest du unbedingt auch Zwiebeln für die Herstellung deines natürlichen Antibiotikums verwenden, denn sie verstärkt die Wirkung des Knoblauchs.

  • Kurkuma:
    Frischer Kurkuma sollte bei der Herstellung von natürlichem Antibiotikum auf keinen Fall fehlen! Es bekämpft Infekte, reduziert Entzündungen und hemmt sogar die Krebsentwicklung. Also definitiv eine der wirkungsvollsten Pflanzen, die auf keinen Fall fehlen sollte.
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  • Ingwer & Chili:
    Ingwer und Chili wirken besonders lokal im Mund und Rachenraum. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Auszug aus den Pflanzen nicht direkt geschluckt wird, sondern auch kurz im Mund behalten wird. Sie lindern die Schmerzen und erhöhen direkt lokal die Durchblutung. Besonders der Ingwer entfaltet, gemeinsam mit dem Knoblauch, eine enorme Anti-Virus-Wirkung. Der Chili dagegen wirkt durch das scharfe Capsaicin direkt auf die Schmerznerven des Körpers. Dadurch wird die Botschaft gesendet, dass er verbrennt, worauf der Körper mit der Ausschüttung von Glückshormonen reagiert. Das führt zum einen dazu, dass mehr Flüssigkeit gebildet wird und der Körperkreislauf angeregt wird, wodurch die weißen Blutkörperchen (Abwehrzellen) besser arbeiten.

  • Cayennepfeffer:
    Der Cayennepfeffer ist inzwischen offiziell auch als Heilmittel anerkannt und besitzt, ähnlich wie die Chilischote, extrem scharfe Stoffe, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken können. Achtung allerdings bei der Dosierung, denn kommt es zur Überdosierung, kann die Wirkung auch ins Gegenteil umschlagen. Die Scharfstoffe Capsaicin wirken stark entzündungshemmend, schmerzstillend und juckreizlindernd, weswegen der Cayennepfeffer auch gern bei Muskelschmerzen, Arthrose und Schuppenflechte genutzt werden kann.
  • Efeu:
    Der Efeu ist schon seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt und eignet sich optimal, um in Akutfällen festsitzenden Schleim zu lösen, die Bronchialmuskulatur zu entkrampfen und Entzündungen zu hemmen. Die antitussive Wirkung ist vor allem den enthaltenen Saponinen wie Hederacosid C und
    α-Hederin zu verdanken. Die antibakterielle Wirksamkeit ist hier zwar nicht sehr stark ausgeprägt, allerdings arbeitet der Thymian mit dem Efeu synergistisch zusammen und ergänzen sich perfekt.
  • Apfelessig:
    Schon Hippokrates, um 400 vor Christus, war sich der Wirksamkeit von Apfelessig bewusst. In verschiedenen Aufzeichnungen wird berichtet, dass er besonders häufig genau zwei Mittel bei Krankheiten eingesetzt hat: Honig und Apfelessig. Essig wird häufig zur Konservierung genutzt, da er insgesamt antibakteriell wirkt. Außerdem enthält der naturtrübe Apfelessig viel Pektin, was hohe Cholesterinwerte senken kann und den Blutdruck reguliert. Der Calciumteil im Apfelessig ist zwar erstmal zu vernachlässigen, hilft aber das Calcium aus anderen Lebensmitteln besser absorbiert wird. In Kombination mit dem hohen Kaliumanteil bekommt dein Haar wieder mehr Glanz und die Nägel mehr Festigkeit.
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  • Blütenhonig:
    Der Blütenhonig gehört zu den vergessenen Arzneimitteln in unserer Gesellschaft. Auf dem Brot schmeckt er fast jedem, aber über die antibakteriellen, antimykotischen und antioxidative Wirkung weiß fast niemand Bescheid. Dadurch kann auch der gute Blütenhonig Infekte lindern und entzündliche Prozesse positiv beeinflussen. Besonders interessant bei frischem Blütenhonig ist die Fähigkeit, die Bildung von Biofilme zu verhindern. Dabei werden Zusammenschlüsse von krankhaften Bakterien im Körper verhindert. Honig soll hier direkt in das Kommunikationssystem der Bakterien eingreifen und dieses stören, sodass die Bakterien nicht mehr als geschlossene Gruppe agieren können.
  • Thymian:
    Thymian wirkt stärkend und lindert Entzündungen und Erkältungsbeschwerden wie Husten und Heiserkeit. Durch seine antibakteriellen, antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften ist er optimal für die Herstellung von natürlichem Antibiotikum geeignet. Wer außerdem schon an einer Erkältungskrankheit leidet, kann den Thymian als perfekten Schleimlöser nutzen, gerade bei lang anhaltendem Husten oder akuter Bronchitis.

Jeder Mensch besitzt alle Ressourcen in sich zur Selbstheilung!

Mithilfe des Drei-Stufen-Konzepts von Aaron Jurenka findest auch du wieder den Weg zur Gesundheit.

Zutaten und Zubereitung: "Natürliches Antibiotikum"

Da du während der Zubereitung mit sehr vielen scharfen Lebensmitteln arbeitest, empfehle ich dir dabei Handschuhe zu tragen, da sich die Schärfe am Ende nur ausgesprochen schlecht von den Händen entfernen lässt. Außerdem solltest du darauf achten, dass du dir während dem gesamten Prozess nicht in dein Gesicht fasst.

Zubereitungszeit: ca. 15-20 Minuten – zzgl. 2 Wochen Ziehzeit

Bei dieser fein abgestimmten Rezeptur habe ich dir verschiedene Pflanzen zusammen gestellt, die alle eine sehr hohe anti bakterielle Wirkungsweise besitzen oder die Wirkungsweise einzelner Pflanzen zusätzlich synergistisch verstärken.

Zutaten für circa 1,5 Liter

  • 50 g Knoblauch – schälen und reiben
  • 140 g Zwiebeln – schälen und fein würfeln
  • 34 g frische Chili – je schärfer, desto besser – kleingeschnitten
  • 50 g frischen Ingwer – waschen und fein reiben
  • 60 g frischen Meerrettich – gut waschen und fein reiben
  • 70 g frische Kurkumawurzel – waschen und reiben
  • 5 EL Blütenhonig
  • 10 g Cayennepfeffer – fein zermahlen
  • 40 g frischen Thymian – leicht zerkleinert – alternativ getrockneten Thymian verwenden
  • 10 Blätter Efeu – zerkleinert in 0,1 l heißem Wasser für 10 min ziehen lassen, anschließend mit der Sud verwenden
  • 1,4 l Apfelessig – Bio und Naturtrüb

Die Zubereitung

Gebe alle Zutaten, bis auf den Apfelessig, in eine Glasschüssel oder ein Schraubglas.

Anschließend füllst du das Glas mit dem Apfelessig so weit auf, sodass der Inhalt gut bedeckt ist. Jetzt noch einmal kurz durchschütteln, luftdicht verschrauben und schon bist du fertig. 

Jetzt heißt es warten. Stell das Glas für zwei Wochen an einen kühlen, dunkeln Ort und schüttel mehrmals täglich immer wieder durch. Dadurch gehen die Wirkstoffe aus der Pflanze in den Essig über. 

Nach zwei Wochen filterst du die Feststoffe ab und gießt die Flüssigkeit in eine dunkle, UV-beständige Flasche ab. Im Kühlschrank lässt sich das ohne Probleme mehrere Monate aufbewahren.

Mehr zu meinem Gesundheitskonzept findest du hier:

Der Psychosomatik-Podcast: Selbstheilung durch Gedanken

Der Podcast für alle, die, die Hintergründe von Krankheit verstehen wollen!

Jeden Samstag nimmt euch Aaron Jurenka mit auf eine spannende Reise in euer Unterbewusstsein. Unterhaltsam und in Seelenruhe erklärt er dir, was deine Symptomatik mit deinem Unterbewusstsein zu tun hat. Mal teilt er Klientenbeispiele, mal führt er seine Zuhörer:innen durch spannende Gedankenvorgänge – immer sorgt er für Ahas.

Wie soll das natürliche Antibiotikum eingenommen werden?

Um präventiv jeden Tag dein Immunsystem zu unterstützen, empfehle ich ein kleines Schnapsglas pro Tag. Wer die volle Kraft der Wirkstoffe nochmal zusätzlich unterstützen will, der kann vor der Einnahme einen Esslöffel frisch gepresstes Olivenöl zu sich nehmen. Die darin enthaltenen Fette erhöhen die Aufnahme des Antibiotikums und schützen gleichzeitig den Magen vor der Schärfe. 

Präventiv empfehle ich außerdem in Kuren von sechs bis acht Wochen zu arbeiten und anschließend vier Wochen Pause einzulegen.

Wer akut spürt, dass sich ein Infekt anbahnt oder schon ausgebreitet hat, der kann je nach Bedarf drei bis sechs Schnapsgläser pro Tag konsumieren. Gerade beim Befall der Mund-, Nasen-, Rachenraums solltest du darauf achten, dass du mit dem Antibiotikum deinen Mundraum gut ausspülst.