Niedriger Blutdruck? Psychische Ursache & ganzheitliche Therapie

Du leidest an zu niedrigem Blutdruck (arterieller Hypotonie)? Dann bist du hier genau richtig, denn wie bei den allermeisten Krankheiten lässt sich auch bei diesem Krankheitsbild eine starke Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche finden. Menschen mit niedrigem Blutdruck verbindet ein ganz spezielles psychisches Muster, welches sich auf körperlicher Ebene widerspiegelt. Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit u. v. m. können die Folge sein.

Also, welche psychische Ursache hat niedriger Blutdruck? Bei Menschen mit Hypotonie zeigt sich ein starker Verlust von Lebensfreude. Entmutigung, Energielosigkeit und Ohnmachtsgefühl sind nur einige der psychischen Symptome, die auf frühkindliche Fehlprogrammierung mit übermäßigem Verantwortungsbewusstsein zurückzuführen sind.

In diesem Artikel erfährst du alles über die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche bei Hypotonie. Am Ende gebe ich dir noch einige wichtige Einblicke in die Therapie. Außerdem zeige ich dir eine Eigenübung, die Körper und Psyche miteinander verbindet.

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Selbstheilung durch Gedanken

Folge 26: Niedriger Blutdruck? Psychische Ursache & ganzheitliche Therapie

Heute nehme ich euch mit in das Unterbewusstsein von Menschen, die von niedrigem Blutdruck betroffen sind. Ich erkläre euch den Zusammenhang zwischen physiologischen und psychischen Mustern. Wie tickt ein Mensch mit niedrigem Blutdruck? Wie sieht es im Inneren aus? Welche Programme wurden evtl. schon in der Kindheit angelegt? Welche Emotionen haben sich in den Arterien manifestiert? Am Ende gebe ich dir einige wichtige Einblicke in die ganzheitliche Therapie und warum Psyche, Ernährung und Bewegung unbedingt zusammen behandelt werden sollten.

Wann spricht man von einem zu niedrigen Blutdruck?

Der menschliche Blutdruck verändert sich im Laufe des Tages viele Male und pendelt sich optimalerweise in Ruhe wieder bei 120 zu 80 mmHg ein. Ist das allerdings nicht der Fall und die Blutdruckwerte sinken bei Frauen unter eine Schwelle von 100 zu 60 mmHg und bei Männern unter 110 zu 60 mmHg, dann können natürliche Körperfunktionen nicht mehr erhalten werden. Der erste Wert steht hier für den systolischen Blutdruck. Dieser entsteht in dem Moment, wenn das Herz das Blut in die Arterien pumpt. Der diastolische Blutdruck wird kurz danach in der Entspannungsphase gemessen.

Welche Symptome hat niedriger Blutdruck?

Im Unterschied zu Bluthochdruck wird bei Hypotonie kein ausreichender Druck im Gefäßsystem aufgebaut. Durch den verminderten Druck im arteriellen System werden bestimmte Bereiche im Körper nicht ausreichend versorgt. Das kann zu folgenden Symptomen führen.

  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schweißausbrüche
  • Müdigkeit
  • Augenflimmern
  • Ohnmachtsanfälle
  • Ohrensausen
  • Bewusstseinsausfälle

Welche körperlichen Ursachen gibt es für niedrigen Blutdruck?

Es gibt verschiedene Arten von niedrigem Blutdruck, die unterschiedliche Ursachen haben können. Grundsätzlich ist der Blutdruck kein starrer Wert, sondern kann sich innerhalb von kürzester Zeit verändern. Je nach Uhrzeit, Körperposition, Belastung, allgemeinen Gesundheitszustand, Außentemperatur, Ernährung, Medikamente und Atemrhythmus können unterschiedliche Werte im Tagesverlauf gemessen werden.

Die körperlichen Ursachen für zu niedrigen Blutdruck sind sehr vielfältig und sollten im Vorhinein unbedingt abgeklärt werden.

  • postprandialer Hypotonie (Blutdruckabfall nach dem Essen)
  • orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall nach dem Aufstehen)
  • Herzerkrankungen (Bsp. Herzklappenfehler, Atrophie Herzmuskulatur)
  • Unterfunktion der Schilddrüse oder Nebenniere
  • Venenschwäche
  • Neurologische Erkrankungen
  • Medikamente

Welche psychischen Bereiche symbolisieren unsere Blutgefäße?

Die Blutgefäße transportieren unser Blut, die Lebenskraft. Das Blut steht für den Fluss des Lebens und verbindet die vier Elemente (Blutwasser als Basis), Elektrolyte = Salze (Erde), Sauerstoff (Luft) und rote Farbe = Hämoglobin (Feuer) – (aus Krankheit als Symptom – Rüdiger Dahlke).
Das bedeutet, unsere Blutgefäße sind nichts anderes als die Verkehrswege der Lebensenergie. Sie ver- und entsorgen unseren Körper mit allem, was er zum Leben benötigt. Ist das Blut im Fluss, fließt es auch mit entsprechendem Druck durch das Gefäßsystem. Sinkt die Lebensenergie, die Lebenslust und der Lebenswille, dann sinkt auch der Druck in den Verkehrswegen der Lebensenergie.

Wie fühlen sich Menschen mit arterieller Hypotonie?

Menschen, die unter einer Hypotonie leiden, fehlt es häufig an Lebenswillen. Es besteht das Gefühl, dass das Leben schwer ist und viele Dinge nicht klappen. Dadurch empfinden sie das Leben vielleicht auch als ungerecht und wollen erst gar keine Anstrengung unternehmen, da ihnen ja doch nichts gelingen wird. Häufig fühlt sich der Körper energielos an und es fehlt die Kraft, die Last der Ereignisse tragen zu können. 

Auch das Gefühl von Ohnmacht geht bei Menschen mit Hypotonie einher. Sie empfinden sich als Opfer und fühlen sich wie in einer Sackgasse. Manche denken auch, dass sie auf bestimmte Ereignisse oder Träume verzichten müssen. 

Wenn eine Hypertonie bis zu einem Ohnmachtsanfall führt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass man vor Verantwortung, Menschen oder bestimmten Situationen flüchten will. 

Gleichzeitig steckt ein großes Verantwortungsgefühl im Bewusstsein der Betroffenen, was sich auf das gesamte Umfeld (sogar auf die ganze Welt) ausweitet. Das kann langfristig zu einem Gefühl von Schwäche, Machtlosigkeit und Leere führen, man fühlt sich “ausgelaugt”.

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Welche psychischen Programme stecken hinter niedrigem Blutdruck?

Wie oben bereits erwähnt, fühlen Menschen mit arterieller Hypotonie eine starke Verantwortlichkeit für ihr gesamtes Umfeld und möchten dem auch gerecht werden. Diese selbst auferlegte Last, lastet schwer auf dem Körper der Betroffenen, weshalb sie viel Energie verlieren. Das psychische Muster für die erhöhte Verantwortlichkeit wird schon in den ersten vier Lebensjahren angelegt und bleibt, wenn es nicht aufgehoben wird, bis ins hohe Alter bestehen. Hier verbindet sich interessanterweise das psychische Programm, Leistung = Liebe, mit dem Bluthochdruck. Die Reaktion und der Umgang jedes einzelnen ist jedoch sehr unterschiedlich.

Welche Emotionen stecken bei niedrigem Blutdruck in den Arterien fest?

Damit der Blutdruck im Körper absinkt, stellt das autonome Nervensystem die Arterienwände sehr weit. Das bedeutet: Die Muskulatur in den Gefäßen erschlafft und der Widerstand, gegen den das Herz normalerweise ankämpfen muss, sinkt. Damit das arterielle System auf diese Weise reagiert, muss eine ganz bestimmte Emotion und ein ganz bestimmtes Lebensgefühl im Körper vorhanden sein. Dieses Lebensgefühl heißt Machtlosigkeit, Ohnmacht, sich ergeben fühlen, keinen Einfluss haben und das Gefühl von ausgeliefert sein. Hier geht es also um die Aufgabe des eigenen Lebenswillens, mit einer starken Entmutigung. 

Emotionen wie Angst, Furcht, Leid und Schuld haben sich hier im Körper manifestiert.

Meine persönliche therapeutische Empfehlung bei niedrigem Blutdruck

Psyche – Wie wird die seelische Ursache bei niedrigem Blutdruck gelöst?

Um das Leiden des niedrigen Blutdrucks langfristig zu lösen, arbeite ich hier immer auf allen drei Ebenen. Auf der Ebene der Psyche, des Körpers und der Ernährung.

Einen besonders großen Stellenwert hat hier die Psyche, denn solange unterbewusste Programme bestehen, die Gefühle wie Machtlosigkeit, Ohnmacht, Angst, Leid, Schuld u. v. m. verursacht, können körperliche Veränderungen nur bedingt greifen. 

Aus diesem Grund empfehle ich hier immer zu Beginn eine Aufarbeitung und Analyse der seelischen Grundursache, am besten mithilfe eines erfahrenen Therapeuten.  Die oben genannte Symptomanalyse ist zwar wichtig zu verstehen, allerdings bringt jedes Symptom und jede Krankheit nochmal ihre ganz persönliche Botschaft mit sich. Wenn diese gelöst und integriert sind, können negative Gefühle transformiert und verändert werden. Körperliche Übungen und Ernährungsumstellungen werden dann auch deutlich besser greifen und zeigen viel bessere Effekte.

Bewegung – Welche Bewegung hilft bei niedrigem Blutdruck?

Damit das kardiovaskuläre System wieder in den Schwung kommt und sich anpasst, helfen reaktive Sportarten wie Badminton, Tischtennis oder Handball. Diese geistige Reaktionskraft wirkt sich auch auf körperliche Ebene aus und fördert auch die Reaktionskraft der Blutgefäße.
Wenn das zu Beginn ein zu hohes Ziel ist, dann kannst du auch ganz einfach mit Laufen, Schwimmen, Radfahren oder Walking beginnen. Achte hier darauf, dass auch leichte Steigungen und Geschwindigkeitswechsel mit dabei sind. Laufe, schwimme oder fahre mal schneller und mal langsamer. Dadurch förderst du die Anpassungsfähigkeit deines Gefäßsystems. 

Außerdem solltest du die Wirkung von Wechselbädern nicht unterschätzen. Gerade Kälte zieht die Blutgefäße zusammen, was im System zu mehr Widerstand führt. Daher empfehle ich auch hier, beim Duschen zwischen warmen und kalten Wasser zu wechseln und am besten Kalt zu enden. Anschließend versuche dich mit leichter körperlicher Belastung wieder von innen heraus aufzuwärmen, um den Fluss des Lebens wiederherzustellen.

Ernährung – Welche Ernährung hilft bei niedrigem Blutdruck?

Damit das Gefäßsystem wieder seine gewünschten Funktionen übernimmt, können wir es mit einer zielgerichteten Ernährung unterstützen. 

Fetthaltiger Fisch kann z. B. helfen, den Blutdruck anzukurbeln. Besonders Makrele und Lachs enthalten wichtige Omega-3-Fettsäuren, die sehr wichtig für die Gesundheit sind. Eine pflanzliche Alternative zu Fisch wären hier kalt gepresste Öle. Zusätzlich solltest du auf eine große Menge Obst und Gemüse achten. Insgesamt mindestens ein Kilo täglich. Besonders der Mineralstoff Kalium hat eine regulierende Wirkung auf den Blutdruck. 

Deshalb empfehle ich hier Bananen, Kohl, Sellerie, Kartoffeln, Fenchel, Hülsenfrüchte, Tomaten, rote Paprika, Himbeeren und Gewürze wie Ingwer, Pfeffer und Chili in die Ernährung mit einzubauen. 

Auch Kräuter können den Kreislauf wieder in Schwung bringen. Besonders zu erwähnen ist hier der Rosmarin. Wenn du kannst, dann verzehre den frischen Rosmarin direkt am Morgen oder genieße ihn als Tee. 

Zu guter Letzt solltest du auf deinen Wasserhaushalt achten. Trinke daher mindestens zwei bis drei Liter Wasser am Tag, damit dein System genügend Flüssigkeit zur Verfügung hat, um überhaupt einen guten Druck aufzubauen.

Eigenübung bei niedrigem Blutdruck: Die innere Spannung

  1. Finde eine bequeme Sitzposition und schließe die Augen
  2. Lege deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung und komme zur Ruhe
  3. Wenn du dich entspannter fühlst, dann lege eine Hand auf dein Herz und bleibe in deinem ganz individuellen Atemrhythmus.
  4. Jetzt lenkst du deine Aufmerksamkeit zu deinem Herz und stellst dir den Raum in deiner Brust vor, das darf ruhig ein paar Minuten dauern
  5. Jetzt führst du deine Aufmerksamkeit weiter und gehst, vom Herzen, in dein Gefäßsystem und stellst dir vor, wie sich deine Arterien etwas verengen und wieder unter Spannung kommen. Stell dir vor, wie es sich anfühlt, wenn deine Arterien eine angenehme Grundspannung besitzen. 
  6. Verknüpfe jetzt eine höhere Emotion mit deiner Vorstellung und spüre gleichzeitig Dankbarkeit, Freude, Fülle, Inspiration oder was in dem Moment in dein Bewusstsein kommt. Sei dankbar, dass sich dein Blutdruck regulieren lässt und freue dich wirklich darüber. Denn Freude reguliert die Weite deiner Gefäße und verleiht ihnen eine ganz natürliche Grundspannung.
  7. Bleibe noch einige Minuten in diesem Gefühl, spüre wie sich dein Körper verändert
  8. Ziehe deine Aufmerksamkeit wieder zurück zum Herzen und vom Herzen wieder zurück in das Hier und Jetzt.
  9. Öffne deine Augen und sei wieder ganz da!