Die psychischen Ursachen von Schulterschmerzen

Unsere Schultergelenke zeichnen sich durch eine hohe Bewegungsfreiheit aus. Das geht leider auf Kosten der Stabilität, denn das Schultergelenk ist ein Muskel geführtes Gelenk und wird primär durch Muskulatur stabilisiert. Der Bandapparat selbst ist viel zu schwach und spielt eine untergeordnete Rolle.
Die Klärung möglicher
psychischer Ursachen bei Schulterschmerz ist daher besonders zu berücksichtigen, da die Grundspannung unserer Muskulatur vom autonomen Nervensystem angesteuert wird. Verändert sich also die physiologische Muskelspannung in bestimmten Bereichen des Schultergürtels, kommt es zur Veränderung der Position des Schulterkopfes. Diese muskuläre Disharmonie löst in der anatomisch viel zu kleinen Gelenkpfanne, langfristig Schmerzen aus.

Also, welche psychischen Ursachen haben Schulterschmerzen? Die psychische Ursache bei Schulterschmerzen ist die innerliche Überforderung und Überlastung. Schmerzen in der Schulter deuten darauf hin, dass Betroffene zu viel Verantwortung tragen und mit tiefer Besorgnis in die Zukunft blicken. 

In diesem Beitrag erfährst du alles zum Thema Schulterschmerzen und ihre psychischen Ursachen. Außerdem bekommst du am Ende Einblicke, wie du deine Schulterschmerzen selbständig behandeln und auflösen kannst.

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Selbstheilung durch Gedanken

Folge 22: Die psychischen Ursachen von Schulterschmerzen

Bei Schulterschmerzen wird die Verbindung von Körper und Seele besonders gut sichtbar. In dieser Folge möchte ich dir zeigen, welche Programme in Menschen mit Schulterschmerzen existieren. Wie fühlt sich ein Mensch mit Schulterschmerz und wie lassen sich diese unbewussten Programme auflösen und verändern? Außerdem gebe ich dir Einblicke in die Komplexität der anatomischen Strukturen im Schultergelenk.

Psychosomatische Ursache von Schulterschmerzen

In der Psychosomatik geht es um die Verbindung von Körper und Unterbewusstsein (Seele). Beide stehen im ständigen Austausch zueinander und reagieren jeweils auf den anderen. Gerade in der Schulter wird uns die Bedeutung der Psychosomatik besonders bewusst, da die Schulter den Kompromiss zwischen größtmöglichem Bewegungsspielraum und Stabilität sowie Sicherheit symbolisiert. Während unsere Hüftgelenke uns ermöglichen, auf die Welt zuzugehen, ermöglichen unsere Schultergelenke uns, die Welt heranzuholen.

Schmerzen im Schultergelenk zeigen, dass lange versucht wurde, mit der betroffenen Schulter das Leben in den Griff zu bekommen. Die schmerzenden Strukturen schreien um Hilfe und wollen entlastet werden.
Zu viel Stress im Sinne von vielen kleinen alltäglich Aufgaben wurden geschultert und überlasten den Schultergürtel. Die Schulter kann allerdings,
die Belastung nicht mehr tragen und geht daran kaputt.

Ähnlich wie bei einem zu schweren Rucksack scheint auch hier das Schultergelenk von den Trägern (Aufgaben) erdrückt zu werden. Die Verantwortung lastet schwer auf den Schultern und kombiniert sich mit einer tiefen Sorge der Zukunft gegenüber. Betroffene möchten die Schultern hochziehen, um den Kopf dazwischen zu verstecken.

Info: Was hier in der Körperlichkeit sichtbar wird, ist eine große Überforderung und ein großer Konflikt zwischen dem, was die Seele will und das, was das Umfeld benötigt bzw. verlangt. Menschen mit Schulterschmerzen laden sich, oder lassen sich gerne viel Verantwortung aufladen, die ihnen allerdings nicht bewusst ist. Diese hohe Verantwortlichkeit für das Glück und Wohlbefinden der anderen macht Angst und führt zu emotionalem Stress, sowie einer Haltung von hochgezogenen Schultern, um Sicherheit zu kreieren.

Welche Gefühle und Emotionen sitzen in der Schulter?

Gelenke haben eine ganz eigene Symbolik im menschlichen Körper. Sie stehen für Beweglichkeit, Artikulation, die Verbindung im Leben und den Ausdruck im Miteinander im Leben. Gibt es hier eine Einschränkung der Beweglichkeit oder Schmerzen, dann arbeitet das System Körper und Unterbewusstsein nicht harmonisch zusammen. Ein Konflikt in den oben genannten Punkten müssen daher untersucht werden.
Bei Schulterschmerz sollten folgende Gefühle und Emotionen unbedingt angeschaut und hinterfragt werden:

  • Wut 
  • Kummer
  • Angst 
  • Überforderung 
  • Überlastung 
  • Sorgen 
  • Gefühlskälte
  • materielle Unsicherheiten 
  • fehlende Unterstützung

Psychosomatik Schulterschmerzen rechts

Die rechte Schulter wird dem männlichen Pol zugeordnet. Hier stehen die Eigenschaften, die dem männlichen Pol zugeordnet werden, im Konflikt mit dem eigenen Leben. Du erlebst vielleicht gerade einen Konflikt in Bezug auf deine Arbeit oder dem Verhalten gegenüber einer Autorität. Dadurch nimmt die steife und kontrollierende Seite in dir überhand. Du versuchst kognitive Probleme durch ein Gedankenkarussell, ein Zerdenken, zu lösen, was nur noch mehr Spannung und Unruhe in dein System bringt.

Psychosomatik Schulterschmerzen links

Ist deine linke Schulter betroffen, geht es hier um einen Konflikt der Eigenschaften, die dem weiblichen Pol zugeordnet werden. Die kreativen und empfänglichen Aspekte deines Lebens und deine Fähigkeit, deine Gefühle zum Ausdruck zu bringen, werden nicht aktiv gelebt. Häufig verstecken sich hier noch frühe Programme der Kindheit, seinen Eltern ein gutes Kind zu sein. Das eigene Selbstbild ist häufig verzerrt und Betroffene machen sich und oder ihrer Fähigkeiten kleiner als sie sind.

Leidest du aktuell unter Schulterschmerzen? Ich helfe dir gerne

Ich begleite seit über 14 Jahren PatientInnen auf ihrem Weg zur Gesundheit. Ich freue mich auf Dich!

Steife Schultern & Schmerzen - Psychosomatik

Die betroffene Schulter ist ein Ausdruck für eine kalte Schulter. “Jemandem die kalte Schulter zeigen”. Die volle Bewegungsfreiheit im Leben ist eingeschränkt. Im Leben besteht eine starke Spannung, die zeigt, dass, man aktuell nicht das macht, was man eigentlich gerade machen will. Bist du dem gegenüber, was du gerade machst, gleichgültig und kalt gegenüber? Tust du es nur um der Sache selbst willen, oder willst du es wirklich tun?

Schulterschmerzen was tun? Wenn Körper und Seele leiden!

In meinen 14 Jahren als Therapeut musste ich mir immer wieder eingestehen das es nicht “die Technik” und “die Behandlungsmethode” gibt. Egal ob bei steifen Schultern, schmerzenden Schultern oder ganz anderen Symptomen. Denn die psychischen unterbewussten Programme liegen viel tiefer und sind individuell von PatientIn zu PatientIn unterschiedlich, so wie jedes körperliche Symptom bei jedem Menschen unterschiedlich ausfällt.

Aus diesem Grund empfehle ich immer
eine Reise in das Unterbewusstsein und eine Kontaktaufnahme zur jeweiligen Symptomatik. Denn nur dann verstehen wir frühe Programmierungen aus der Kindheit oder Lebenssituationen aus der jüngeren Vergangenheit, die vermutlich schon lange in Vergessenheit geraten sind. 
Die Symptomanalyse kann allerdings helfen, erste Eindrücke zum psychischen Thema bei Schulterschmerzen zu erkennen.

Meine therapeutische Empfehlung bei psychosomatischen Schulterbeschwerden

  • Mache dir bewusst, was dich erdrückt (Verantwortlichkeit prüfen)
  • Übernehme in Liebe Verantwortung für dich selbst
  • Lass die anderen sich um ihr eigenes Glück kümmern
  • Höre auf, die Welt auf deinen Schultern tragen zu wollen!

Schulterschmerzen - Die Wechselwirkung zwischen Körper und Seele nutzen!

Wie am Anfang bereits beschrieben, ist die Schulter mit dem Unterbewusstsein in ständigem Austausch. Da die Erfahrung zeigt, dass unterbewusste Programmierungen, die den Schulterschmerz primär auslösen, nicht von heute auf morgen aufzulösen sind, sondern der Prozess häufig mehrere Wochen benötigt, empfehle ich immer, den Körper mit einzubeziehen. Denn auch körperliche Übungen und Ernährungsumstellungen können helfen, den inneren Fluss wieder herzustellen und die Belastbarkeit des Gewebes zu verbessern. Denn nicht selten ist bei Schulterschmerzen links auch der Magen in Mitleidenschaft gezogen und bei Schulterschmerzen rechts die Leber.

Aus diesem Grund arbeite ich mit meinen KlientInnen und PateintInnen immer auf allen drei Ebenen. Auf der Ebene der Ernährung, der körperlichen Eigenübungen und auf Ebene der Psyche

Schulterschmerzen selbständig behandeln

Eigenübung: Befreiung von Druck, Enge und Spannung in der Schulter

Wenn du aktuell unter Schulterschmerzen leidest, will ich dir eine ganz einfache Übung mitgeben, die Körper, Geist und Seele gleichzeitig anspricht.
Diese Übung zielt darauf ab, mehr Freiheit und Weite in dein Schultergelenk zu bringen.

Nehme eine 1,5 Liter Wasserflasche in die Hand der betroffenen Schulter. Stelle dich aufrecht hin und lasse die Wasserflasche pendeln. Vor und zurück. Schließe jetzt deine Augen und begib dich gleichzeitig mit deiner Aufmerksamkeit in deine Schulter hinein. Begegne ihr liebevoll und versuche bewusst loszulassen. Spüre, wie deine Schulter weit werden und Raum und Platz im Schultergelenk entsteht. Mit jeder Sekunde, die du pendelst, entspannt sich deine Schulter mehr und mehr. 

Führe diese Übung drei bis sechs Mal pro Tag für mindestens 3–5 Minuten durch. Je häufiger, desto besser. Und du wirst sehen, wie die Schulter leichter und freier wird.