Psychosomatik

Psychosomatik – Was ist das?

Mittlerweile gibt es viele wissenschaftliche Belege für die Bedeutung der Seele in Bezug auf körperliche Heilung. Wie sehr die Seele unseren Körper dominiert, wird gerade beim Thema Krebs, aber auch bei der Wirkungsweise von Placebos deutlich. So basiert die Integration der Psychosomatik auf dem Konzept, dass körperliche Symptome von psychischen Ursachen herrühren können und auch umgekehrt. 

Aber, was ist Psychosomatik genau? Die Psychosomatik ist ein Zweig der Medizin, der sich mit der Beziehung zwischen psychischer und körperlicher Gesundheit beschäftigt. Das Wort Psyche stammt ursprünglich aus dem griechischen und bedeutet Seele. Bei dem Wort Psychosomatik steht die Psyche nicht ohne Grund am Anfang des Wortes, denn die Seele geht dem Körper voran.

Der Begriff „Psychosomatik“ ist in den letzten Jahren populärer geworden, da unser Verständnis der psychischen Gesundheit und ihrer Verbindung zur körperlichen Gesundheit gewachsen ist. Das Hauptaugenmerk der Psychosomatik liegt darauf, die zugrunde liegende Ursache für die Symptome eines Patienten zu ermitteln, die entweder körperlich oder psychisch sein können.

Im Folgenden erfährst du alles, was du über Psychosomatik wissen musst. Ich zeige dir, von welchen Vorteilen du profitieren und wie du konkret von der Psychosomatik profitieren kannst.

Wissenschaftliche Beweise der Psychosomatik

Inzwischen finden wir viele Studien im Bereich der Psychosomatik, die uns zeigen, wie wichtig es ist, die seelische Komponente in der Therapie zu integrieren. 

Interessanterweise zeigen Studien, dass es zum Beispiel egal ist, ob ein Kniegelenk mit Arthrose tatsächlich operiert oder eine Operation nur vorgetäuscht wird. Diese bemerkenswerte Entdeckung machte z. B. der amerikanische Chirurg Bruce Moseley in seiner Studie zu Schein-Operationen.

Psychosomatik und Krebs​

Auch beim Thema Krebs spielt die Gesundheit unserer Seele eine wichtige Rolle. So entwickeln statistisch gesehen von 100 Rauchern gerade mal zwei ein Bronchialkarzinom. Demgegenüber stehen 100 Menschen, die in der zweiten Lebenshälfte einen Verlust eines langjährigen Partners erleiden. Hier liegt die Zahl der Karzinome bei über 60 Personen. 

Das zeigt uns, dass der angeblich stark kanzerogene Zigarettenrauch sich um ein Vielfaches schwächer auf unseren Körper auswirkt, als das seelische Verlusterlebnis.

Diese Autoaggressionskrankheit ist extrem eng mit unserer Seele verbunden und spiegelt 

  • tiefen Kummer
  • unverarbeitete Verletzung
  • unerträgliche Schuldgefühle wieder

Besonders häufig tritt Krebs nach extremen Schockerlebnissen auf, die die körpereigenen Abwehrkräfte blockieren. Das heißt, Krebs beginnt nach einem immunologischen Zusammenbruch der Abwehrsysteme.

Selbstzerstörerische Lebensprobleme bereiten dabei gern die Basis.

Fazit: Letztendlich zählen in einer materialistischen Gesellschaft materielle Ursachen immer mehr, als Nicht-materielle.

Die psychosomatischen Erkrankungen im Überblick

Erwartete psychosomatische Störungen:

Psychosomatische Krankheiten können durch psychische Belastungen, Stress, Lebenskrisen oder traumatische Erlebnisse ausgelöst oder verschlimmert werden und sich als Verdauungsprobleme, chronische Schmerzen, Herzprobleme oder Tinnitus äußern.

Umgekehrt können körperliche Beschwerden auch psychische Auswirkungen auf eine Person haben, die sogenannten somatopsychischen Reaktionen. Zu diesen Reaktionen gehören psychische Probleme oder Störungen, die in Verbindung mit einer schweren körperlichen Krankheit auftreten (z. B. Depressionen nach einem Herzinfarkt).

Die somatoformen (oder funktionelle) Störungen sind auch als funktionelle Störung bekannt und gehören zur engeren Gruppe von psychosomatischen Krankheiten.

Darüber hinaus können auch, Essstörungen wie Magersucht und Bulimie sowie sexuelle Funktionsstörungen als psychosomatische Erkrankungen eingestuft werden.

Unerwartete psychosomatische Störungen:

Zusätzlich zeigt sich das Zusammenspiel zwischen psychischer und körperlicher Gesundheit bei einer Vielzahl von Krankheiten. Psychosomatische Zusammenhänge können sowohl bei der Diagnose als auch bei der Behandlung genutzt werden. Dieses Konzept kann in verschiedenen medizinischen Bereichen angewendet werden (z. B. Gynäkologie, Innere Medizin, Kinderheilkunde usw.).

In der Praxis der integrierten Psychosomatik werden ganzheitliche Behandlungsmethoden in den folgenden Bereichen angewendet:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparats
  • Krebserkrankungen
  • Psychische Erkrankungen (z. B. bei posttraumatischer Belastungsstörung, Depression, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Zwangsstörungen u. v. m.),
  • Herzkrankheiten
  • Störungen des Magen-Darm-Trakts
  • Gynäkologischen Beschwerden

Welche Ursachen haben Psychosomatische Symptome?

Die Idee hinter dem allgemeinen Erklärungsmodell ist, dass die Fähigkeit einer Person, Herausforderungen zu bewältigen, mit dem Ausmaß an Stress und Anforderungen zusammenhängt, denen sie ausgesetzt ist. 

Wenn Menschen mit schwierigen Situationen konfrontiert sind, streben sie danach, ein Gleichgewicht zwischen dem Druck, dem sie ausgesetzt sind, und ihrer Fähigkeit, damit umzugehen, aufrechtzuerhalten. 

Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist, müssen die Menschen Wege finden, um es auf nachhaltige Weise wiederherzustellen.

Bei extremer und lang anhaltender psychischer Belastung oder psychischem Trauma, sei es akut oder chronisch, sind diese Strategien zur Stressbewältigung nicht mehr wirksam.

Selbst bei weniger anspruchsvollen Stressoren kann das Gleichgewicht aufgrund negativer individueller Bedingungen oder unzureichender Ressourcen für einen längeren Zeitraum aus dem Gleichgewicht geraten. Das kann zu einer Form von psychischem Schaden führen, der psychische oder körperliche Auswirkungen hat.

Genetische, biologische, soziale und psychologische Faktoren spielen dabei eine große Rolle. Je nach Beschwerden oder möglicher Krankheit können individuelle Modelle für Diagnose und Behandlung erstellt werden.

Info: Die Entstehung von psychosomatischen Beschwerden ist ein komplizierter Prozess, den Wissenschaftler/innen noch immer erforschen. 

Wie wird man psychosomatische Beschwerden wieder los?

1. Therapeut oder Arzt des Vertrauens

Im Grunde hat jede Art von Erkrankung etwas mit deiner Psyche (Seele) zu tun, daher, benötigst du hier in den meisten Fällen Hilfe von Außen, um die Kurskorrektur der Seele zu verstehen. Suche dir einen Therapeuten oder Arzt, bei dem du dich wohlfühlst und der die nötige Fachkompetenz ausweist. Merkst du schon zu Beginn, dass ihr nicht harmoniert, empfehle ich dir, die Therapie woanders fortzuführen.

2. Ursache & Symptomanalyse

Jetzt geht es darum, dass klar wird, woher die Störung der Mitte kommt. Dabei geben die körperlichen Symptome einen guten Aufschluss über deine aktuelle psychische Verfassung. Angefangen von deiner Kindheit über traumatische Ereignisse bis hin zu deinem aktuellen Leben müssen viele Dinge berücksichtigt werden.

3. Therapie

Verstehen und Reden ist schon Therapie. Allerdings verstehen wir häufig noch nicht, nur weil wir darüber reden. Bis die Worte wirklich die Tiefe unseres Unterbewusstseins erreichen, ist oft viel Zeit notwendig. 

4. Eigenübungen

Am Ende der Therapie fasst der Therapeut oder der Arzt die wichtigsten Punkte der Sitzung zusammen, damit du sie verinnerlichst und bis zum nächsten Termin verstehen lernen kannst. Schaffe dir viele Zeiten der Ruhe und der Gelassenheit, um in dir anzukommen und dich selbst zu verstehen. 

Sei geduldig mit dir und sage dir immer wieder: „Alles was ist, darf jetzt da sein, jedes Gefühl und jede Situation, ich nehme alles dankbar an ohne es verändern zu wollen“. 

Um eine vollständige Symptomfreiheit auf dem schnellsten Weg zu erreichen, sollte außerdem die Ernährung und dein Bewegungsverhalten analysiert werden.

Das könnte Sie auch interessieren!

Haben Sie schon seit Wochen Schmerzen und warten auf einen Termin bei Ihrem Physiotherapeuten? Dann haben wir die Lösung für Sie, warten sie nicht länger …

Haben Sie mit chronischen Schmerzen zu kämpfen oder erholen Sie sich gerade von einer Verletzung? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, einen…

Bewegung ist ein wesentlicher Bestandteil eines gesunden Lebensstils und hat einen großen Einfluss auf unser körperliches und geistiges Wohlbefinden. Unser Körper ist…

Jeder Mensch besitzt alle Ressourcen in sich zur Selbstheilung!

Mithilfe des Drei-Stufen-Konzepts von Aaron Jurenka finden auch Sie wieder den Weg zur Gesundheit.