Psychosomatisch - Was bedeutet das? So wirst du gesund!

Wie wir am Wort Psychosomatik sehr gut erkennen können, geht die Psyche dem Soma (Körper) voraus. Jedes körperliche Symptom und auch jede Krankheit ist aus Sicht der psychosomatischen Betrachtungsweise nur ein Spiegel des Unterbewusstseins. Das heißt, wir finden bei körperlichen Symptomen auch immer eine Ursache in der Psyche des erkrankten Menschen und können die körperlichen Symptome auch über die Psyche zum Positiven beeinflussen. 

Also, was versteht man unter psychosomatischer Therapie? Die Psychosomatik beschreibt die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche. Sie ist ein Teil der ganzheitlichen Medizin und ermöglicht, körperliche Symptome und Krankheiten ganz bestimmten psychischen Mustern zuzuordnen. Die Gedanken und Gefühle beeinflussen den Körper daher mehr, als die meisten Menschen denken würden. 

In diesem Artikel erfährst du alles zum Thema Psychosomatik und wie du sie in deinem Leben für dich nutzen kannst. Gerade bei der Behandlung von körperlichen Krankheiten oder Symptomen nimmt sie in der ganzheitlichen Therapie einen großen Stellenwert ein, um die Grundursache von Krankheit zu verstehen. Am Ende erfährst du, wie eine psychosomatische Behandlung aufgebaut ist.

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet psychosomatisch?

Psyche ist das griechische Wort für Seele und steht beim Wort Psychosomatik nicht zufällig an erster Stelle. Die Psyche geht hier dem Körper (soma) voran und legt den seelischen Nährboden von Krankheit und Symptome oder eben auch nicht.
Thure von Uexküll führte den Begriff des “biopsychosozialen Systems” ein. Er war einer der Vorreiter der Psychosomatik und betonte, dass alle Erkrankungen in Zusammenhang mit biologischen und psychischen Funktionen stehen.

Inzwischen gibt es auch genügend wissenschaftliche Belege für die Bedeutung der Seele. Ein gutes Beispiel sind hier Raucher. Von einhundert Rauchern bekommen statistisch gesehen nur etwa zwei Prozent ein Bronchialkarzinom. Demgegenüber steht, dass von einhundert Menschen in der zweiten Lebenshälfte, ein Jahr nach dem Verlust ihres langjährigen Partners, über sechzig Prozent an Krebs erkranken.

Interessanterweise wissen das allerdings die wenigsten, denn in unserer materiellen Gesellschaft zählt eine materielle Ursache ganz einfach mehr. Das heißt, das seelische Verlusterlebnis ist in Wirklichkeit viel toxischer für unseren Körper als der kanzerogene Zigarettenrauch.

Die moderne Psychosomatik beschreibt also die komplexen Zusammenhänge zwischen Psyche, Körper und sozialem Umfeld unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Studien und Erfahrungsberichte.

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Aaron Jurenka - Ganzheitlicher Therapeut

Psychosomatik, Physiotherapie, Osteopathie, Ernährungsberatung, med. Trainingstherapie, Dozent für Physiotherapie

„Ich begleite seit über 14 Jahren PatientInnen und KlientInnen – Online und 1:1 in meiner Praxis“

Welche Erkrankungen werden mit psychosomatischer Therapie behandelt?

Viele Ärzte und auch Patienten glauben, dass psychosomatische Erkrankungen primär Krankheiten einschließen, für die erst einmal keine körperliche Ursache zu finden sind. Allerdings wissen wir aus Sicht der heutigen Forschung, dass die Seele letztendlich den Körper krank macht und nicht umgekehrt. 

Gerade auch bei orthopädischen Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle, Sehnenreizungen, Kopfschmerzen, Knieverletzungen oder anderen Erkrankungen am Bewegungsapparat, dürfen die psychische Ursache nicht ausgeklammert werden.

Auch kardiovaskuläre Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck oder niedriger Blutdruck sollten unbedingt aus psychosomatischer Sicht betrachtet werden.

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Selbstheilung durch Gedanken

Psychosomatik einfach erklärt – Folge 27: Psychosomatisch – Was bedeutet das? So wirst du gesund!

In dieser neuen Folge will ich euch zeigen, wie körperliche Leiden mit der Psyche in Verbindung stehen. Denn die Psychosomatik zeigt uns einen Weg, wie wir körperliche Leiden durch die Integration von psychischen Themen zum positiven beeinflussen können. Das heißt, die psychische Grundursache ist bei fast jeder Krankheit und Symptomatik zu finden und zeigt uns, in welche Richtung sich der Mensch in seinem Leben verändern darf.

Welche Symptome oder Krankheiten haben eine psychosomatische Ursache?

Aus heutiger Sicht der Medizin wissen wir, dass bei jeder Erkrankung auch eine Ursache in der Psyche gefunden werden kann. Natürlich spielen Umweltreize und verschiedene körperliche Konstitutionen auch eine Rolle, allerdings entscheidet letztendlich die Psyche, ob bestimmte Gene angeschaltet oder abgeschaltet werden. 

Hier schließt sich interessanterweise wieder der Kreis zu allen großen Lehrern wie Buddha, Konfuzius, Mohammed, Jesus und vielen Philosophen, die eine große Grundidee lehrten. Wir finden sie noch heute in allen Religionen, Kulten und Glaubensgemeinschaften und eben auch in der modernen Wissenschaft. Egal ob Psychoneuroimmunologie, Hirnforschung oder Placeboforschung, überall finden wir das gleiche Thema:

Wenn du es glaubst, dann ist es so!

Glaube scheint auch hier der Schlüssel zur Krankheit oder eben Heilung zu sein.

Wie äußern sich psychosomatische Störungen?

Klassische Psychosomatik-PatientInnen fühlen sich häufig mit ihren Beschwerden alleine gelassen, da auf körperlicher Ebene keine Ursache für ihre Krankheit gefunden werden kann. Allerdings wissen wir heute, dass fast jede Ursache von Krankheit (zu einem großen Teil) in der Psyche zu finden ist. Egal ob Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Probleme des Herz-Kreislauf-Systems oder verschiedene Schmerzzustände. Die psychischen Programme können extrem gut auf unterschiedliche Krankheiten bezogen werden. 

So finden wir z. B. Gemeinsamkeiten im Denken bei Patienten mit Kopfschmerzen, Reizdarmsyndrom oder Bluthochdruck. 

Alle Menschen säen also, durch ihre individuelle Art zu denken, einen ganz spezifischen Nährboden für eine bestimmte Klasse von Krankheit. 

Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch, dass nicht jeder Mensch offen ist für jede Krankheit. Die Krankheit, an der du jetzt gerade leidest, fällt höchstwahrscheinlich in eine Kategorie von Krankheiten, die durch ein psychisches Muster in Verbindung steht mit weiteren Krankheiten aus deiner Vergangenheit.

Können psychosomatische Erkrankungen geheilt werden?

Da wir inzwischen wissen, dass bei jeder Form von Krankheit der Ursprung in der Psyche zu finden ist, lässt sich diese Frage ganz einfach mit “Ja” beantworten. Durch eine Behandlung, die seelische und körperliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigt und integriert, können Krankheit und Symptome nachhaltiger und effektiver behandelt werden. Gerade PatientInnen, die in der Vergangenheit mit Beschwerden zu kämpfen hatten, die immer wiederkehrend waren, sollten unbedingt damit beginnen, die seelische Ursache zu integrieren. 

Denn die psychosomatische Medizin geht davon aus, dass jede Krankheit auch eine gewisse Sinnhaftigkeit in das Leben der Betroffenen bringen möchte. Werden also die bisher nicht beachteten Bereiche der Seele im Leben integriert, hat die Krankheit auch keinen Grund mehr zu existieren und löst sich auf.

Leidest du aktuell unter Krankheit oder Symptomen? Ich helfe dir gerne

Ich begleite seit über 14 Jahren PatientInnen auf ihrem Weg zur Gesundheit. Ich freue mich auf Dich!

Wie kommt es zu psychosomatischen Erkrankungen?

Bei Krankheit und Symptomen im menschlichen Körper ist ein großer Teil der Ursache im seelischen Bereich zu finden. Der Auslöser für Krankheit ist häufig im Denken der Betroffenen zu finden. Zum Beispiel findet man große Gemeinsamkeiten im Denken, in der Gefühlswelt und in der Persönlichkeit bei Menschen mit Kopfschmerzen oder bei Menschen mit Hüftbeschwerden.

Das heißt, bestimmte seelische Muster wurden durch das Umfeld und durch den individuellen Umgang mit Problemen und Situation angelegt, die dazu führen, dass ähnliche Emotionen und Gefühle in den Betroffenen hervorgerufen werden. Das löst natürlich Stress aus, gerade bei frühkindlichen traumatischen Erlebnissen, die schon bei sehr leichter Ausprägung einen großen Einfluss auf das spätere Leben haben.

Wie sieht eine psychosomatische Behandlung aus?

In der psychosomatischen Therapie werden soziale Faktoren mit körperlichen und psychologischen Ausprägungen berücksichtigt. Zu Beginn lasse ich von meinen KlientInnen daher immer eine Übersicht aller Krankheiten erstellen und schaue, wie diese im Verhältnis zueinander stehen. 

Eine psychosomatische Analyse der einzelnen Krankheitsbilder ermöglicht, schnell einige Hauptprogramme und psychische Muster der Betroffenen zu ermitteln. Im Anschluss daran hilft es den meisten KlientInnen auch, wenn sie vom Verstand her begreifen dürfen, warum das Problem jetzt aktuell bei ihnen auftritt. Das heißt, ich übersetze die Krankheit auf seelische Ebene. Anschließend können die daraufhin ermittelten psychischen Programme und Muster mithilfe von verschiedenen Methoden aufgearbeitet und integriert werden.

Zusätzlich mache ich mir, als Physiotherapeut, auch die Wechselwirkung vom Körper auf die Psyche zunutze. Denn wenn wir anfangen, je nach Krankheitsbild, spezifische körperliche Übungen durchzuführen, dann erleben wir auch hier eine Verbesserung des seelischen Zustandes. Dadurch fällt den meisten Klienten und Patienten die Integration der seelischen Grundursache deutlich leichter und die Krankheit kann schneller gehen.