Die unterbewusste Ursache von Kopfschmerzen - Psychosomatik einfach erklärt

Fast jeder Erwachsene kennt Kopfschmerzen. 57,5 % der Frauen und 44,4 % der Männer in Deutschland geben an, mindestens einmal im Jahr von Kopfschmerzen betroffen zu sein. Ob Brummen, Pochen oder Stechen, die Ausprägung der Symptomatik ist sehr individuell und es können rund 200 Arten von Kopfschmerz unterschieden werden.
Kopfschmerzen entstehen ähnlich wie andere Krankheiten auch durch eine Folge eines Konflikts, eines emotionalen Schocks, eines bewussten oder unbewussten Traumas. Daraufhin löst das Gehirn bestimmte Überlebensmechanismen in Bezug auf den erlebten Konflikt oder das Trauma aus. Um den Kopfschmerz langfristig wieder aufzulösen, muss die Nachricht, die das Symptom mit sich bringt, entziffert werden, um anschließend eine „Neuprogrammierung im Gehirn vorzunehmen.

Also, welche unterbewussten Ursachen können Kopfschmerzen haben? Die unterbewusste Ursache bei Kopfschmerzen ist in einer Überdruck- oder Unterdrucksituation zu finden. Betroffene stecken in einem Gedankenkarussell fest, welches sich durch eine extrem große Veränderungsbereitschaft und einem Zerdenken der Situation, auszeichnet.

In diesem Artikel erfährst du alles zum Thema Kopfschmerzen und welche psychischen Ursachen hier unbedingt überprüft werden sollten. Du erfährst, was KopfschmerzpatientInnen in ihrer Art zu denken verbindet und bekommst einen tiefen Einblick in die Psychosomatik bei Kopfschmerzen. Am Ende erfährst du noch eine einfache aber sehr wirksame Übung, die Körper, Seele und Geist verbindet.

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Selbstheilung durch Gedanken

Folge 23: Die unterbewusste Ursache von Kopfschmerzen – Psychosomatik

Bei Kopfschmerzen wird die Verbindung von Körper und Seele besonders gut sichtbar. In dieser Folge möchte ich dir zeigen, welche Programme in Menschen mit Kopfschmerzen existieren. Wie denkt ein Mensch mit Kopfschmerz und welche Programme sind vielleicht schon sehr früh als Kind angelegt worden? Außerdem gebe ich dir Einblicke in die Komplexität der anatomischen Strukturen im Kopf.

Symptomatische und funktionelle Kopfschmerzen

Grundsätzlich kann grob zwischen symptomatischen und funktionellen Kopfschmerzen unterschieden werden. Wobei die symptomatische Ausprägung sich hier auf eine extrazerebrale (Hypertonie, Stoffwechsel- oder HNO Erkrankung) und zerebrale Ursache (Tumore) zurückführen lässt. Die allerdings weit verbreiteten funktionellen Kopfschmerzen können weiter unterteilt werden in Migräne, Kombinationskopfschmerz, Clusterkopfschmerz und Spannungskopfschmerz. 

Zwischen den einzelnen Kopfschmerzen können auch auf unterbewusster Ebene weitere Unterteilung vorgenommen werden. Um das komplexe Thema jedoch nicht weiter zu verkomplizieren, will ich dir heute einen allgemeinen und breit gefächerten Einblick in das Thema geben. Ich empfehle jedem/r KlientIn oder PatientIn einen individuellen Ausflug in sein/ihr Unterbewusstsein, um die Grundursache zu ermitteln und aufzulösen.

Psychosomatische Symbolik - Das Kommunikationszentrum des Körpers

Der Kopf kann als zentrale Leitstelle oder auch als Hauptstadt unseres Körpers betrachtet werden. Er bildet den Gegenpol zum Leib und beheimatet unseren Geist, also den Verstand und das Denken. Dadurch kann der Kopf auch als Kommunikationszentrum verstanden werden und steht im direkten Zusammenhang mit deiner Individualität und Autonomie. Für jeden Reiz, den wir von außen empfangen oder von innen nach außen senden, benötigen wir unseren Kopf. Wenn jetzt Symptome im Bereich des Kopfes auftreten, sollten verschiedene Bereiche im Unterbewusstsein überprüft und hinterfragt werden.

  • besteht ein Konflikt zwischen meinen Gedanken und meinem persönlichen Wachstum?
  • Welche Realität will ich nicht wahrhaben oder annehmen?

Der Kopf symbolisiert perfekt die Zusammenarbeit, von festem knöchernem Gewebe (männlichem Pol), was die weiche Hirnmasse (weiblichen Pol), die mit Flüssigkeit umspült ist, umschließt. Wenn es hier zu einer Dysbalance kommt, von Verhärtung oder Verschiebung der einzelnen Schädelknochen oder einer unvollständigen Arbeit der Ventrikel, die für den Flüssigkeitstransport im Gehirn zuständig sind, dann entstehen Symptome wie Druck, Enge und Spannung.

Wenn Körper und Seele leiden: Kopfschmerzen als Folge von Überlastung der Gedanken

Funktionale Kopfschmerzen können, so wie auf körperlicher, anatomischer Ebene auch, viele verschiedene Ursachen in unserem Unterbewusstsein haben. Was allerdings bei sehr vielen Menschen mit Kopfschmerzen passiert ist, dass erste Gedankenimpulse auf Kopfebene blockiert und abgelehnt werden. Das erzeugt den ersten Energiestau und verhindert eine Aufrechterhaltung der physiologischen Eigenbewegungen des Kopfes. 

Der Kopf selbst ist nicht, wie die meisten vermutlich denken, eine feste, starre, knöcherne Hülle, sondern besteht aus vielen einzelnen Knochen, die sich miteinander in Harmonie Bewegen. Blockieren wir unsere Gedanken, kommt es als Resonanz auch wiederum in den physiologischen Kopfbewegungen zu einer veränderten, meist gestörten Bewegung. 

Was in den Gedanken bei KopfschmerzpatientInnen passiert ist, dass es entweder zu einer Überdrucksituation kommt, bei dem der obere männliche Pol zu stark betont wird oder zu einer Unterdrucksituation. Hier kommt es zu einer mangelnden Durchblutung mit verschwommenen Denken, was häufig auch einhergeht mit Schwindel, bei dem Betroffene nicht “Herr ihrer Lage sind”. Bedeutet, die Zentrale Leitstelle ist durcheinander und arbeitet nicht effizient. Im Gegenteil zu den ÜberdruckpatientInnen die, die Dinge sehr klar sehen und ihre zentrale Leitstelle auf Hochtouren arbeitet. Hier wird zu stark im Kopf gelebt und versucht, emotionale Themen durch Kopfzerbrechen zu lösen.

Wie Stress, Anspannung, Sorge und Zwang zu Kopfschmerzen führen

Wenn du meinst, den natürlichen Fluss in deinem Leben ändern zu wollen, entsteht Stress und Anspannung. Das entsteht häufig viele Male am Tag, wenn du dich mehr oder weniger zwingst, etwas auf eine ganz bestimmte Art und Weise zu tun oder zu sein. Diese enorme Veränderungsbereitschaft, die immer mit Anstrengung einhergeht, löst Schmerzen im Kopf aus. Gerade dann, wenn du ein bestimmtes Ziel erreichen willst oder besorgt auf zukünftige Ereignisse blickst. Auch die damit einhergehenden Zweifel, Unschlüssigkeit, Angst und Sorgen verbessern die physiologische Bewegung im Kopf nicht, im Gegenteil, sie lösen Spannung aus und hemmen die Ventrikel, die für deinen Flüssigkeitshaushalt in deinem Gehirn zuständig sind.

Kopfschmerzen links vs rechts

Kopfschmerzen links:
Treten die Schmerzen auf der linken Seite auf, werden sie dem weiblichen Pol zugeordnet. Daher können sie (nicht immer) ganz häufig der oben erwähnten Überdrucksituation zugeordnet werden. Es kommt zu einem Flüssigkeitsstau und es entsteht ein Druckschmerz. Betroffene sind zu sehr im Kopf, wollen emotionale Themen durch Zerdenken lösen und merken nicht, wie das Denken dadurch noch mehr befeuert wird. Die zentrale Leitstelle ist überlastet und „überhitzt. Es wird sich der Kopf zermartert, man möchte die „harte Nuss“ knacken, aber findet keine Lösung. 
Ziel wäre es hier, die Eigenschaften, die dem weiblichen Pol zugeordnet werden, mehr zu integrieren, statt abzulehnen.

Kopfschmerzen rechts:
Treten die Schmerzen auf der rechten Seite auf, werden sie dem männlichen Pol zugeordnet. Das heißt, hier sollte die Thematik der Unterdrucksituation analysiert und angeschaut werden. Es kommt hier zu einer mangelnden Durchblutung, bedeutet, die zentrale Leitstelle in unserem Körper arbeitet nicht richtig. Das klassische Bild vom “Brett vorm Kopf” beschreibt das Gefühl häufig ganz gut. Auch das Gefühl, nicht richtig Herr der Lage zu sein, darf hinterfragt werden.
Ziel wäre es hier, die Eigenschaften des männlichen Pols mehr zu integrieren, bedeutet, unter anderem das zielorientierte, schöpferische Denken zu fördern.

Leidest du aktuell unter Kopfschmerzen? Ich helfe dir gerne

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Welche negativen Emotionen stauen sich bei Kopfschmerzen im Kopf?

In der psychosomatischen Therapie entsteht bei dieser Krankheit ein Bild, bei dem negative Emotionen, Gedankenstrukturen und Gefühle im Kopf gefangen sind. 

  • Wut
  • Ärger
  • quälende Fragen
  • übertriebene Ambitionen
  • Besessenheit perfekt zu sein

All diese Emotionen, Gefühle und Gedankenstrukturen führen zu einer Erweiterung der Blutgefäße, weshalb sie ganz häufig bei PatientInnen mit Überdrucksymptomatik zu finden sind.
Bei PatientInnen mit Unterdrucksymptomatik spielen eher Gefühle wie Angst und Unsicherheit eine große Rolle und sollten auf spezielle frühkindliche Programmierungen untersucht werden.

Psychosomatische Kopfschmerzen - Symptome durch Umprogrammierung des Gehirns lösen

Jede anatomische Struktur im menschlichen Körper steht im direkten Austausch mit unserem Unterbewusstsein. Das bedeutet, wir können sowohl die Überdruck- als auch die Unterdrucksituation durch eine Veränderung des Bewusstseins zum positiven beeinflussen.
Sind unsere Gedanken mehr im Fluss, fließt auch unser Blut und Liquor wieder besser aus dem Gehirn oder in das Gehirn und staut sich nicht.

Um diese Gedankenstrukturen neu zu programmieren ist es daher unbedingt notwendig zuerst zu analysieren, welche Programme aktuell vorhanden sind. Anschließend können diese Programme angepasst, adaptiert oder ganz gelöscht werden.
Ich arbeite hier vorzugsweise mit einer Art Reise in das Unterbewusstsein, bei der sowohl vergessene unterbewusste Situationen und Traumata besser gesehen, als auch neu programmiert werden können.

Die Symptomanalyse und das Verständnis für die Krankheit bildet hier zu Beginn einen wichtigen Schlüssel. Denn schon allein das Verstehen der unterbewussten Zusammenhänge bildet hier eine ganz zentrale Rolle.
Allerdings beinhaltet jedes Symptom und jede Krankheit eine ganz persönliche Botschaft und spiegelt einen individuellen Bewusstseinszustand wider, der integriert werden möchte.
Daher empfehle ich dir, dich an dieser Stelle auf eine Reise in dein Unterbewusstsein zu begeben und zu erkennen, welche Bereiche in deinem Unterbewusstsein noch nicht integriert worden sind.

Psychosomatische Eigenübung bei Kopfschmerzen: Die innere Weite

Bei dieser Eigenübung ist etwas Übung gefragt. PatientInnen, die regelmäßig meditieren, haben hier einen Vorteil, ist aber keine Voraussetzung.

  1. Du legst dich ganz bequem auf den Rücken, schließt deine Augen und begibst dich in einen sanften Atemrhythmus und wartest, bis die Entspannung einsetzt.
  2. Den Fokus lenkst du hier auf die Atmung.
  3. Jetzt atmest du tiefenentspannt weiter und legst deine Hände links und rechts an den Kopf an. Gleichzeitig bringst du auch deinen Fokus und deine Aufmerksamkeit in den Kopf hinein. Du spürst den Raum in deinem Kopf und um deinen Kopf herum. Das kann ein paar Minuten gehen.
  4. Jetzt stellst du dir vor, wie sich dein Kopf in einem sehr langsamen aber sanften Rhythmus wie ein Ballon aufbläst, also sich vergrößert, und wieder verkleinert.
    Diese Bewegung kannst du tatsächlich mit deinen Händen spüren. Denn das ist die sanfte, aber deutliche Eigenbewegung jedes Kopfes. Bei Kindern spürt man diese Bewegung häufig noch um ein Vielfaches stärker, dennoch ist die Bewegung sehr fein und braucht ein bisschen Übung um sie wahrzunehmen. Jeder Kopf hat einen ganz individuellen, eigenen Rhythmus.

  5. Spüre, wie die einzelnen Knochen miteinander harmonieren und sich öffnen und schließen.
    Beobachte den Rhythmus. Ist er harmonisch? Sind die zwei Bewegungen im Verhältnis zueinander gleich? Gibt es einen Unterschied rechts zu links?
  6. Begleite die Bewegung mit deinen Händen. Wenn du den Rhythmus gefunden hast, dann lenke deine Aufmerksamkeit liebevoll wieder auf den weiten, angenehmen Raum in deinem Kopf und kombiniere so die Bewegung deiner Hände mit denen deines Geistes.
  7. Jetzt ist es Zeit diesen Zustand mit einer höheren Emotion zu verknüpfen. Stell dir vor wie es sich anfühlt keine Kopfschmerzen zu haben. Was würdest du gerne tun, wenn du frei von deinen Kopfschmerzen wärst? Wie fühlt sich dein Kopf ohne diese Symptomatik an? Leicht, weit und frei? Fühle Dankbarkeit, Freude, Fülle, Inspiration oder was in dem Moment in dein Bewusstsein kommt. Versuche es richtig zu fühlen. Je besser du dieses Gefühl spüren kannst und es mit der Eigenbewegung und der Weite in deinem Kopf verbinden kannst desto mehr kommt alles wieder in Harmonie.
  8. Führe diese Übung so lange durch, bis sich ein tiefes Gefühl der Entspannung, Ruhe und Entspanntheit in deinem Kopf ausdehnt. 
  9. Löse dann langsam deine Hände vom Kopf und genieße weiterhin die Weite und Befreiung in deinem Kopf, bis du langsam deine Aufmerksamkeit aus dem Raum in deinem Kopf zurückziehst.
  10. Du öffnest deine Augen und kommst wieder ganz in das Hier und Jetzt zurück.

Die Übung kannst du täglich 2–3 Mal wiederholen. Fange allerdings erst einmal mit 1–2 Mal an und steigere langsam die Zeit.

Leidest du aktuell unter Kopfschmerzen? Ich helfe dir gerne

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