Asthma - Der stille Schrei nach Freiheit der Seele

Stell dir vor, deine Atemwege wären wie ein enger Tunnel, dessen Wände sich unter dem Druck unsichtbarer Lasten immer weiter zusammenziehen. Asthma bronchiale, oft missverstanden als rein physisches Leiden, ist in vielen Fällen ein Spiegelbild tieferliegender emotionaler und psychischer Spannungen. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie Asthma nicht nur ein Kampf um Luft, sondern auch ein Kampf der Seele ist, der oft durch psychische Belastungen ausgelöst wird. Entdecke, wie emotionale Konflikte und unbewusste psychische Zustände nicht nur unsere Atmung beeinflussen, sondern tatsächlich Asthmaanfälle auslösen können.

Also, welche psychischen Muster stehen hinter Asthma bronchiale? Asthma bronchiale wird oft durch psychische und emotionale Faktoren beeinflusst, weshalb es als ein „stiller Schrei“ nach emotionaler Aufmerksamkeit verstanden werden kann. Gefühle wie Trennung, Angst, Zerrissenheit, Trauer und Wut drücken sich in Asthma aus.

Dieser Artikel bietet dir eine tiefgreifende Analyse darüber, wie emotionale Unruhen und psychische Konflikte Asthma beeinflussen können. Ich zeige dir die physiologischen und psychologischen Verbindungen von Asthma, unterstützt durch wissenschaftliche Studien, Expertenmeinungen und einem Fallbeispiel aus meiner Praxis. Lerne, wie du durch ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge deine Symptome möglicherweise lindern und ein freieres Atmen erreichen kannst. Am Ende findest du auch noch eine wirksame psychosomatische Eigenübung für Asthma.

Inhaltsverzeichnis

Die Physiologie hinter Asthma verstehen

Asthma bronchiale ((von altgriechisch ἆσθμα āsthma, deutsch ‚Atemnot; schweres, kurzes Atemholen, Beklemmung‘) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, die durch eine Überempfindlichkeit und Verengung der Atemwege gekennzeichnet ist. Die Physiologie von Asthma umfasst mehrere Schlüsselkomponenten, die eng miteinander verwoben sind und das typische Bild der Erkrankung prägen.

Im Zentrum des Geschehens steht die Entzündungsreaktion in den Bronchien. Diese kleinen Luftwege in der Lunge sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die auf verschiedene Reize mit einer Entzündung reagieren kann. Bei Asthmatikern ist diese Reaktion übertrieben stark. Entzündungszellen, insbesondere Eosinophile und T-Lymphozyten, strömen in die Bronchien ein und setzen eine Vielzahl von Entzündungsmediatoren frei. 

Diese Mediatoren verursachen eine Schwellung der Schleimhaut, eine Überproduktion von zähem Schleim und eine Verkrampfung der umgebenden glatten Muskulatur – einen Zustand, den wir als Bronchospasmus kennen.

Die Konsequenz dieser Vorgänge ist eine deutliche Verengung der Atemwege. Dies führt zu den typischen Symptomen eines Asthmaanfalls: Atemnot, pfeifende Atmung, ein Gefühl der Enge in der Brust und Husten, besonders nachts oder früh am Morgen. Die Atemwege reagieren dabei nicht nur auf Allergene, sondern können auch durch körperliche Anstrengung, kalte Luft, Infektionen der Atemwege oder sogar durch Stress und emotionale Einflüsse sensibilisiert und gereizt werden.

Die chronische Entzündung kann im Laufe der Zeit zu einer dauerhaften Strukturveränderung der Atemwege führen, einem Prozess, der als „airway remodeling“ bekannt ist. Dabei verdicken sich die Wände der Atemwege, was zu einer fortschreitenden Einschränkung der Atemflusskapazität führt und die Reversibilität der Symptome erschwert.

Durch das Verständnis dieser physiologischen Prozesse wird deutlich, dass die Atemnot eine komplexe Erkrankung ist, die sowohl eine genaue Diagnose als auch eine sorgfältige und angepasste Behandlung erfordert, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und akute Anfälle zu vermeiden.

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Aaron Jurenka - Ganzheitlicher Therapeut

Psychosomatik, Physiotherapie, Osteopathie, Ernährungsberatung, med. Trainingstherapie, Dozent für Physiotherapie

„Ich begleite seit über 14 Jahren PatientInnen und KlientInnen – Online und 1:1 in meiner Praxis“

Die psychischen Muster hinter Asthma bronchiale erkennen!

Carl Gustav Jung, einer der Begründer der analytischen Psychologie, sagte einmal treffend: „Wer nach außen schaut, träumt; wer nach innen schaut, erwacht.“ Dieses Zitat legt den Grundstein für das Verständnis der tiefen psychologischen Dimensionen, die bei chronischen Erkrankungen wie Asthma bronchiale eine Rolle spielen können.

Eine Studie von Klin et al. (2020) in der „Journal of Psychosomatic Research“ zeigt auf, dass emotionale Stressfaktoren und unterdrückte Gefühle signifikant zur Häufigkeit und Schwere von Asthmaanfällen beitragen können. Die Forscher stellten fest, dass Patienten, die Schwierigkeiten hatten, ihre Emotionen auszudrücken, eine höhere Rate an Asthmaexazerbationen aufwiesen im Vergleich zu denen, die ihre Gefühle offen kommunizierten.

Dies führt uns zur Psychosomatik von Asthma. Die Krankheit wird oft als der „stille Schrei“ beschrieben – ein metaphorisches Bild dafür, dass emotionale Nöte und unbewältigte Konflikte über den physischen Körper ausgedrückt werden. Asthma kann als physischer Ausdruck eines inneren emotionalen Zustands verstanden werden, wo Angst, Unterdrückung und das Gefühl der Hilflosigkeit die oberen Atemwege belasten und buchstäblich die Luft zum Atmen nehmen.

PatientInnen berichten oft von einem Leben, das durch Angst und eine übermäßige Wachsamkeit gegenüber möglichen Gefahren oder Allergenen charakterisiert ist. Diese Haltung kann auch symbolisch gesehen werden: Es ist die Angst vor dem Unbekannten, die Angst vor Autonomie und der Schritt in die Freiheit, die so bedrohlich erscheinen, dass die Luft „dünn“ wird.

Dies spiegelt sich nicht nur in den physiologischen Prozessen, die Asthma auslösen, sondern auch in der Art und Weise, wie Betroffene ihr Leben führen. Die Krankheit zwingt sie oft, in einer Art vorbereiteten Notfallzustand zu leben, ständig bereit, gegen den nächsten Angriff auf ihre Atmung zu kämpfen. Dies kann zu einer dauerhaften Anspannung und einem Gefühl ständiger Beschränkung führen – sowohl körperlich als auch seelisch.

Indem wir diese Verbindungen erkennen, können wir beginnen, die tieferen Schichten der Erkrankung zu adressieren. Es geht nicht nur darum, die Symptome zu behandeln, sondern auch darum, einen Raum zu schaffen, in dem der Patient sich sicher fühlt, seine Emotionen und Ängste anzusprechen und auszudrücken. Dies kann durch therapeutische Unterstützung, Atemtherapien und Techniken zur emotionalen Regulation erreicht werden, um den Betroffenen zu helfen, nicht nur freier zu atmen, sondern auch freier zu leben.

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Asthma: Einblicke in die Psychosomatik am Beispiel von Julia A.

Julias Geschichte gibt uns wertvolle Einblicke in die psychosomatische Dimension von Asthma. Als 28-jährige Grafikdesignerin steht sie ständig unter hohem beruflichem Druck, der sich unmittelbar auf ihr Wohlbefinden auswirkt. Trotz regelmäßiger Behandlung verschlimmerte sich ihr Zustand, vor allem in stressigen Phasen. 

Die Tiefenpsychologie legt nahe, dass Asthma oft mit einem ungelösten emotionalen Konflikt verknüpft ist. Bei Julia manifestierte sich dies in einem erhöhten Bedürfnis nach Anerkennung und der Angst, beruflich zu scheitern. 

Diese psychischen Belastungen wirkten sich direkt auf ihre körperliche Gesundheit aus, indem sie die Häufigkeit und Intensität ihrer Asthmaanfälle steigerten. Jedes Mal, wenn sie vor einer Deadline stand oder sich in einem ungelösten Konflikt mit einem Kunden befand, fühlte sich Julia emotional eingeengt, was sich körperlich in Form von Atemnot und Enge in der Brust äußerte. 

Ihre Asthmaanfälle waren nicht nur physische Reaktionen, sondern auch ein Hilfeschrei ihrer Seele, die nach Lösung ihrer inneren Konflikte strebte.

Wie fühlt sich ein Mensch mit Asthma bronchiale?

Asthma wird oft als „stiller Schrei“ bezeichnet, ein Ausdruck, der die tiefen emotionalen und psychologischen Spannungen aufzeigt, die mit dieser Erkrankung verknüpft sein können. Bei Menschen mit Asthma kommt es häufig zu einer starken körperlichen Reaktion auf emotionale und psychische Belastungen. Das Gefühl, erdrückt zu werden oder nicht frei atmen zu können, ist ein starkes symbolisches Bild für die emotionalen Zustände, die Asthma begleiten.

Der emotionale Aspekt hinter der Atemwegserkrankung spiegelt oft einen inneren Kampf wider, eine Auseinandersetzung mit ungelösten Gefühlen und Konflikten. Asthmatiker könnten beispielsweise eine tiefgreifende Angst vor Ablehnung und einen starken Wunsch nach Sicherheit und Schutz erleben. Diese Angst kann so überwältigend sein, dass sie buchstäblich die Atemwege blockiert, was metaphorisch dafür steht, dass die Person sich nicht traut, frei zu atmen und zu leben.

Viele Betroffene fühlen sich in ihrem emotionalen Ausdruck eingeschränkt, was sich in einem übermäßigen Bedürfnis nach Kontrolle und einer Unfähigkeit, „loszulassen“, äußern kann. Dies kann auf einer tiefen Angst basieren, die Kontrolle zu verlieren oder von anderen abhängig zu sein. Das Asthma symbolisiert so eine unbewusste Abwehr gegen das Aufnehmen und Loslassen – Grundelemente des Atmens – die sich in einer buchstäblichen und metaphorischen „Atemnot“ manifestieren.

Darüber hinaus kann Asthma als ein Ausdruck von unterdrückter Wut und Aggression betrachtet werden. Die Atemwege verengen sich, als ob die Person ihre wahre Stimme zurückhält und ihre wahren Gefühle nicht ausdrücken kann. Dieser „stille Schrei“ kann ein verzweifelter Versuch sein, Aufmerksamkeit für unerfüllte Bedürfnisse und ungelöste emotionale Schmerzen zu erlangen.

Emotionen wie Traurigkeit und eine tiefe Sehnsucht nach Verbindung können ebenfalls eine Rolle spielen. Asthmatiker haben oft das Gefühl, in ihren Beziehungen und in ihrem Leben nicht genügend Unterstützung zu finden, was zu einer Art emotionaler Erstickung führt. Die Symptome von Asthma, insbesondere das Gefühl der Atemnot, können dann als metaphorischer Ausdruck dafür verstanden werden, dass es schwerfällt, im Leben „Luft zu holen“.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die emotionale Dimension von Asthma tiefgreifend ist und die Symptome oft mit einer Vielzahl von unterdrückten Gefühlen und ungelösten Konflikten verbunden sind. Die Krankheit kann somit als Spiegel der inneren emotionalen Landschaft betrachtet werden, die die Notwendigkeit aufzeigt, diese inneren Konflikte anzuerkennen und zu bearbeiten, um wahrhaft heilen zu können.

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Selbstheilung durch Gedanken

Psychosomatik einfach erklärt – Folge 31: Asthma – Der stille Schrei nach emotionaler Freiheit der Seele

In dieser Folge zeige ich dir, dass Asthma mehr als nur eine körperliche Herausforderung ist; Asthma ist ein Fenster zu deiner Seele und zeigt dir, wer du wirklich bist. Ich erkläre dir, warum Asthma nicht nur ein Kampf um Luft, sondern auch ein Kampf um emotionale Freiheit sein kann. Entdecke mit mir die tiefen psychosomatischen Verbindungen dieser Erkrankung und lerne, wie deine Emotionen und unbewussten Konflikte deine Atmung beeinflussen können.

Meine therapeutische Einschätzung bei Asthma bronchiale

In meiner therapeutischen Praxis begegne ich häufig Menschen mit Atemwegserkrankungen, deren körperliche Symptome tief verwurzelte emotionale und psychische Ursachen haben. Asthma kann auf eine grundlegende Disharmonie zwischen dem eigenen Bedürfnis nach Sicherheit und dem Wunsch nach Selbstausdruck hindeuten.

Meine Einschätzung als Therapeut basiert darauf, dass Asthma nicht nur eine Erkrankung des Körpers ist, sondern auch ein Ausdruck ungelöster innerer Konflikte und unerfüllter emotionaler Bedürfnisse. Es ist wesentlich, das Asthma nicht nur auf einer symptomatischen Ebene, sondern auch auf der Ebene der zugrundeliegenden emotionalen und psychologischen Faktoren zu behandeln.

Eine der zentralen Herausforderungen im Umgang mit Asthma ist die Angst, die häufig sowohl Auslöser als auch Folge der Krankheit ist. Diese Angst kann sich auf verschiedene Lebensbereiche beziehen, wie die Angst vor Ablehnung, die Angst, Kontrolle zu verlieren, oder die Angst vor emotionaler Nähe und Unabhängigkeit. In der Behandlung ist es daher wichtig, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem diese Ängste erkundet und bearbeitet werden können, um den Patienten zu einer tieferen emotionalen und physischen Entspannung zu verhelfen.

Die Behandlung des bronchialen Systems in meiner Praxis umfasst daher häufig Elemente der Atemtherapie und der Visualisierung aus der Psychosomatik. Die Techniken zielen darauf ab, den natürlichen Atemfluss wiederherzustellen und das innerliche Gleichgewicht zu fördern. Diese Maßnahmen helfen, den Kreislauf von Angst und Atembeschwerden zu durchbrechen. Darüber hinaus integriere ich Techniken zur emotionalen Verarbeitung, die den Patienten dabei unterstützen, unterdrückte Emotionen freizusetzen und ihre Fähigkeit zur Selbstregulation zu stärken.

Die Anerkennung und Bearbeitung dieser tief sitzenden emotionalen Muster kann für viele Betroffene eine Herausforderung darstellen, ist aber oft ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Heilung. Indem sie lernen, ihre Emotionen gesund zu erleben und auszudrücken, können sie letztendlich auch ihre Asthmasymptome lindern und eine bessere Lebensqualität erreichen. Das Ziel meiner Therapie ist es daher nicht nur, die physischen Symptome zu behandeln, sondern den Menschen als Ganzes zu betrachten und ihn auf seinem Weg zu mehr innerer Freiheit und Lebensfreude zu begleiten.

Psychosomatische Eigenübung bei Asthma

Die Übung „Freier Fluss“ hilft, die Atmung zu vertiefen, die Lungenkapazität zu erweitern und emotionale Blockaden, die mit Asthma verbunden sein können, zu lösen.

Tipp: Lasse dich von einem erfahrenen Therapeuten durch diese Übung führen, dadurch erreichst du tiefere Bewusstseinsschichten und der Effekt der „Befreiung“, verstärkt sich nachweislich. Diese Übung ersetzt keine zielgerichteten therapeutischen Maßnahmen und sollte immer nur ergänzend im Prozess der Heilung eingesetzt werden.

Atemübung "Freier Fluss"

Vorbereitung:

Suche dir einen ruhigen, angenehmen Ort, wo du dich entspannt hinsetzen oder legen kannst. Sorge dafür, dass du ungestört bist und dich vollkommen auf dich selbst konzentrieren kannst.

Durchführung:

Zentrierung:
Beginne damit, dich bequem hinzusetzen oder hinzulegen. Schließe deine Augen und richte deine Aufmerksamkeit auf deine natürliche Atmung. Spüre, wie der Atem ein- und ausströmt, ohne zu versuchen, ihn zu kontrollieren.

Bewusste Atmung:
Atme tief durch die Nase ein und fülle zunächst den Bauch, dann die Brust und zuletzt die oberen Lungenflügel. Halte den Atem für einen Moment, und atme dann langsam und vollständig durch den leicht geöffneten Mund aus (Lippenbremse). Konzentriere dich darauf, bei jedem Ausatmen Anspannung und Stress loszulassen.

Visualisierung:
Stelle dir beim Einatmen vor, wie eine Welle der Entspannung durch deinen Körper fließt und jede Zelle mit Sauerstoff und frischer Energie versorgt. Stelle dir beim Ausatmen bildlich vor, wie Angst, Stress und alte, verbrauchte Energie den Körper verlassen.

Dauer:
Führe diese Atmung für etwa 5–10 Minuten durch oder so lange, wie es sich gut und hilfreich anfühlt.

Abschluss:
Beende die Übung, indem du deine Hände auf dein Herz legst und tief einatmest. Spüre Dankbarkeit für den Moment, für deinen Körper und für deine Krankheit, die dir zeigt, wer du wirklich bist. Nimm dir Zeit, wieder in das Hier und Jetzt zurückzukehren, bevor du deine Augen öffnest und deine Aktivitäten fortsetzt.

Diese einfache, aber kraftvolle Übung kann täglich praktiziert werden, um das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern, die Atmung zu erleichtern und einen tiefen emotionalen Frieden zu fördern. Sie erinnert uns daran, dass Heilung oft mit dem bewussten Kontakt zu unserem innersten Selbst beginnt und dass unser Atem ein mächtiges Werkzeug auf diesem Weg sein kann.

Leidest du aktuell unter Asthma? Ich helfe dir gerne

Ich begleite seit über 14 Jahren PatientInnen auf ihrem Weg zur Gesundheit. Ich freue mich auf Dich!

Häufig gestellte Fragen zum Thema Asthma:

Ist Asthma eine psychosomatische Erkrankung?

Ja, Asthma kann als eine psychosomatische Erkrankung betrachtet werden. Obwohl es deutliche physische Symptome und Auslöser gibt, spielen auch psychische Faktoren eine bedeutende Rolle in der Entstehung und im Verlauf der Erkrankung. Emotionale Stressoren, Angstzustände und unterdrückte Emotionen können Asthmaanfälle auslösen oder verschlimmern und beeinflussen häufig die Häufigkeit und Schwere der Symptome.

Kann psychischer Stress Asthma auslösen?

Psychischer Stress ist ein bekannter Auslöser für Asthmaanfälle. Stress und Angst können zu einer Verschärfung der Atemwegsentzündung führen, die für Asthma charakteristisch ist, und die physiologischen Reaktionen des Körpers so beeinflussen, dass eine Verengung der Atemwege begünstigt wird. Stress kann auch die Immunantwort des Körpers beeinträchtigen und damit die Empfindlichkeit gegenüber Asthmaauslösern erhöhen.

Welche Gefühle stecken hinter Asthma?

Hinter der Atemwegserkrankung verbergen sich oft Gefühle der Angst, des eingezwängt Seins und der Unterdrückung. Viele Asthmatiker erleben Gefühle des Nicht-Atmen-Könnens sowohl im physischen als auch im metaphorischen Sinne. Emotional kann Asthma mit dem Gefühl verbunden sein, überwältigt zu sein oder nicht genug Raum zum Atmen zu haben. Tief sitzende Ängste, besonders die Angst vor Kontrollverlust oder die Angst, sich durchzusetzen, können ebenfalls präsent sein.

Wie werde ich Asthma langfristig los?

Asthma ist eine chronische Erkrankung, die oft nicht vollständig „geheilt“ werden kann, aber mit einem umfassenden Ansatz kann man die Kontrolle über die Symptome gewinnen und eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität erreichen. Dies beinhaltet:

Ernährung: 
Die Nutzung von entzündungshemmenden Pflanzen und Nahrungsmitteln kann Wunder bewirken. Gerade kalt gepresste Öle und Wildkräuter besitzen extrem entzündungshemmende Eigenschaften. Auch spezielle Pflanzen wie der Efeu können nicht nur die Entzündung verringern, sondern lösen auch die angespannte Muskulatur in den Atemwegen.

Vermeidung von Auslösern: 
Identifizierung und Minimierung der Exposition gegenüber bekannten Asthmaauslösern wie Allergenen, kalter Luft und Umweltverschmutzern. Aber auch die Analyse der eigentlichen Lebensumstände, die einem “die Luft abschnüren” gilt es zu erkennen und zu verändern.

Stressmanagement: 
Techniken zur Stressreduktion wie Yoga, Meditation, Selbstbegegnung, Visualisierung, Spaziergänge in der Natur oder progressive Muskelentspannung können helfen, die Häufigkeit und Schwere von Anfällen zu reduzieren.

Psyche & Psychosomatik: 
Eine psychotherapeutische oder psychosomatische Behandlung kann hilfreich sein, um emotionale Auslöser zu adressieren und Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Außerdem ist es wichtig, die Verkettungen zwischen Psyche und Körper zu verstehen und aufzulösen.

Selbsthilfe und Bildung:
Das Erlernen von Atemtechniken und das Führen eines Asthmatagebuchs können ebenfalls nützlich sein, um Muster zu erkennen und besser auf Anfälle reagieren zu können.

Indem man diese verschiedenen Aspekte kombiniert, kann man lernen, Atemwegserkrankungen zu integrieren und in seinem Leben aktiv willkommen heißen. Denn wenn wir aufhören zu kämpfen, und die Hintergründe hinter der Krankheit erkennen, unser Leben in die entsprechende Richtung verändern, kann die Krankheit wieder gehen.

Abschließende Gedanken

Asthma ist mehr als nur eine Atemwegserkrankung; es ist ein Spiegel, der die tiefen psychosomatischen Verbindungen zwischen unserem emotionalen Zustand und unserer physischen Gesundheit widerspiegelt. 

Durch die Anerkennung dieser Verbindung öffnen wir die Tür zu neuen Heilungsmöglichkeiten, die über die traditionelle medikamentöse Behandlung hinausgehen. 

Indem wir lernen, unsere Emotionen zu verstehen und gesund zu verarbeiten, können wir die Häufigkeit und Intensität von Asthmaanfällen signifikant reduzieren. Es ist wichtig, eine ganzheitliche Perspektive zu pflegen, die sowohl die körperlichen als auch die psychologischen Aspekte der Krankheit berücksichtigt. 

Jeder Schritt, den wir zur Verbesserung unseres emotionalen Wohlbefindens unternehmen, ist auch ein Schritt zur besseren Kontrolle unseres Atemsystems. Auf diese Weise wird die Erkrankung nicht nur behandelt, sondern auch als Teil des größeren Bildes unseres Lebens und unserer Gesundheit verstanden und integriert.